Bereit für die nächste Überraschung?

In diesen Tagen entsteht die nächste Ausstellung im einzigartigen Kirchenschiff der ehemaligen Dominikanerkirche.

Die Ausstellung Crossing Lines eröffnet am 24. August 19 Uhr.


Ayumi Paul: The Singing Project | Achtung Terminänderung!

Liebe Teilnehmerinnen des Singing Projects mit Ayumi Paul,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass das gemeinsame Singen mit Ayumi Paul am Montag, den 26. August 2019 aus gesundheitlichen Gründen ausfallen muss.

Wir bitten um Verständnis dafür und freuen uns auf die kommenden Termine:

09.09. | 23.09. | 07.10. | 21.10. | 11.11. | 18.11. | 02.12.

jeweils 18:00 - 19:30 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück

Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail an haunhorst(at)osnabrueck.de oder telefonisch unter 0541-3232263 bei Anne Haunhorst an. 


Crossing Lines

László Moholy-Nagy, Right Hand in Green, May 20th 1926
Courtesy of Hattula Moholy-Nagy.

 

Eröffnung: 24. August 2019, 19 Uhr

Ausstellung: 24. August bis 3. November 2019

 


kuratiert von Dr. Christian Oxenius und Jan Tichy

mit dem Handabruck des Bauhaus Künstlers László Moholy-Nagy

und künstlerischen Arbeiten von

Heba Y. Amin, Jakob Gautel, Olaf Holzapfel, Reuven Israel, Kostis Velonis und Jan Tichy

 

Herzlich laden wir Sie am 24. August um 19 Uhr zur Eröffnung der Gruppenausstellung Crossing Lines in die Kunsthalle Osnabrück ein.

Die von Christian Oxenius und Jan Tichy kuratierte Ausstellung wird anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums vom 24. August bis 3. November in der Kunsthalle Osnabrück präsentiert. Das Konzept von Crossing Lines basiert auf einem Fund in László Moholy-Nagys künstlerischem Nachlass: einem analogen Abdruck seiner Hand, den der Bauhaus-Meister am 20. Mai 1926 anfertigte. Über 90 Jahre später wird das Artefakt in der Kunsthalle Osnabrück als zentrales Ausstellungsstück und Ausgangspunkt für einen künstlerischen Dialog zwischen sechs zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt.
Der Handabdruck ist nicht in einer alleinigen Handlung des ungarischen Bauhaus-Künstlers entstanden, sondern in einer kollektiven Aktion von einer Gruppe mehrerer "Bauhäusler": Wassily Kandinsky, Marianne Brandt, Georg Muche, László Moholy-Nagy, Thoma Grote, Hilde Horn, Hans Przyrembel, Elsa (El) Muche Franke, Marcel Breuer, Otto Rittweger, Rohlf Rolbynt, Mina Luhrs und A Luhrs drückten ihre Hände ebenfalls auf Papier. Diese Serie von Handabdrücken, die durch Datierungen zeitlich im Mai und Juni 1926 verortet sind, geht wahrscheinlich auf Moholy-Nagys Interesse an Handlinien- und Zukunftsdeutungen zurück. Sein Interesse an spirituellen Praktiken, wird durch eine Reihe von drei Horoskopen, die sich der Künstler zu verschiedenen Zeiten anfertigen lassen hat und die als Reproduktionen in der Ausstellung gezeigt werden, bestätigt und war am Bauhaus durchaus nicht ungewöhnlich. Es zeugt vom Wunsch nach Einblicken in unser individuelles oder kollektives Schicksal anhand von Elementen aus unserer Umwelt.
Die Handabdrücke spiegeln die Zukunftsprognose einer Zeit wider, in der die Moderne als Produkt des Positivismus des 19. Jahrhunderts einerseits ihren Höhepunkt erreichte und anderseits bereits die Symptome hervortraten, die zu ihrer Krise führten. In gewisser Weise lässt sich aus den Handlinien des Künstlers eben jene Zukunft ablesen, die in den 1920er Jahren bereits die fundamentalen Fehlentwicklungen zu Tage treten ließ, die bis heute sichtbar sind. Die Aura des Mysteriums und der Mystik sowie das Gemeinschaftsgefühl, das sie widerspiegeln, machen die Kunsthalle Osnabrück als ehemaligem Kloster zu einem prädestinierten Ort, um bisher unergründeten Fragestellungen nachzugehen. Die künstlerischen Arbeiten von Heba Y. Amin, Jakob Gautel, Olaf Holzapfel, Reuven Israel, Kostis Velonis und Jan Tichy sollen dazu beitragen, das Bild, das sich die Öffentlichkeit vom Bauhaus macht, abzurunden und spiegeln eine Form des kollektiven Denkens und Handelns wider, die sich sowohl in den räumlichen Arrangements wie den konzeptuellen Grundlagen der Kunsthalle wiederfinden. Der Titel Crossing Lines verweist dabei sowohl auf die theoretisch-historischen Linien, mit denen sich die Künstlerinnen und Künstler beschäftigten, als auch auf die räumlichen Arrangements innerhalb der Kunsthalle: Die Arbeit von Jan Tichy, welche sich in erster Linie innerhalb des Kirchenschiffs befindet, durchdringt durch einen offenen Dialog die weiteren Räume, während wiederum drei Werke der anderen Kunstschaffenden eine Position im Kirchenschiff erhalten. Demnach versteht sich die Ausstellung als eine Form des offenen Dialogs, in dem jedes Werk eigene Erzählungen entwickelt und dabei Synergien und Gemeinsamkeiten zwischen ästhetischen und konzeptuellen Elementen findet.

Heba Y. Amin (*1980 in Kairo, lebt und arbeitet in Berlin) konfrontiert die Autorschaft historischer Narrative mit einem nicht-westlichen Standpunkt, sie wirft Fragen nach kolonialen Einflüssen auf und verweist auf die Rolle von Frauen (bzw. deren Abwesenheit). In ihrer Arbeit The Earth is an Imperfect Ellipsoid beschäftigt sich Heba Y. Amin mit dieser Thematik, indem sie die historischen Schriften des arabisch-andalusischen Geographen Al-Bakri mit der Diskussion um aktuelle geopolitische Grenzsituationen verbindet.

Jakob Gautel (*1965 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Paris) untersucht anhand einer Reihe von Fotografien, Zeichnungen und Archivdokumenten seine ganz persönliche Beziehung zum Bauhaus, da zwei seiner Großeltern dort studiert haben. Dies bringt ihn dazu, die Beziehung zwischen Erinnerung, Geschichte, Übertragung, Verfall und Transformation in einer Mixed Media-Installation zu reflektieren.
 
Olaf Holzapfel (*1967 in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin) präsentiert drei seiner Heubilder in einer eigens dafür entworfenen Struktur aus Holz (2018-19) neben einem Digitaldruck von 2008. Er hinterfragt  das mechanische Element der Architektur, indem er sie mit den natürlich gegebenen Codes des Materials konfrontiert. Diese künstlerische Position rückt seine Arbeit nur auf den ersten Blick in einen Widerspruch zu den rationalen Prinzipien der Bauhausarchitektur. Tatsächlich aber verbinden sich seine experimentellen Elemente mit den Bauhausforschungen.

Reuven Israel (*1978 in Jerusalem, lebt und arbeitet in New York) zeigt drei Skulpturen aus der Serie As Above, So Below (2016-17), in der das spirituelle Element durch das sensible Gleichgewicht in der Komposition von Objekten greifbar wird. Israel führt den Betrachter zu einem Verständnis der Verbundenheit von Himmel und Erde, indem er eine Einführung in die symbolischen Lesarten der Formen gibt. Die vierte Arbeit, Untitled Folding Object 27A, ist ein formveränderndes Objekt, das sich direkt mit dem Thema der Linie, dem Titel der Ausstellung, beschäftigt.

Kostis Velonis (*1968 in Athen, lebt und arbeitet in Athen) entwickelt aus dem berühmten Schiffbauspiel der Bauhauskünstlerin Alma Buscher eine neue ortsspezifische Arbeit für die räumliche Situation der Kunsthalle. Sie modifiziert die ikonischen geometrischen Formen und Farben des Bauhauses, um die damit verbundenen Möglichkeiten zu reflektieren.

Jan Tichy (*1974 in Prag, lebt und arbeitet in Chicago) zeigt drei Sets historischer Bauhaus-Handabdrücke, von denen eines in Workshops in Chicago, Modena und Hradec Kralove mit Kunststudierenden und Dozenten entstanden ist. Die ortsspezifische Installation enthält eine Sandzeichnung, die aus einer Horoskop-Karte entwickelt wurde. Zusammen mit den Drucken aus den Archiven von Moholy-Nag, die als Digitaldrucke präsentiert werden, reagiert sie auf die Architektur der Kunsthalle Osnabrück.
 

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Moholy-Nagy Foundation, Inc., mit besonderem Dank an Hattula Moholy-Nagy, sowie mit dem Illinois Institute of Technology | Institute of Design. Sie wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und unterstützt vom Verein der Freunde der Kunsthalle Osnbarück e. V.


The Singing Project

Ayumi Paul © Anna Rosa Krau.
 
Alles ist Klang und alles hört zu.

 

Einladung zum gemeinsamen Singen

 

Herzlich laden die Kunsthalle Osnabrück und die Künstlerin Ayumi Paul Sie in der zweiten Jahreshälfte zu acht weiteren Terminen des Singing Project ein. 

In den letzten Monaten haben sich an insgesamt acht Montagen regelmäßig Frauen in der Kunsthalle Osnabrück getroffen, um gemeinsam mit der Künstlerin und Violinistin Ayumi Paul zu singen, zuzuhören und verschiedene Töne und die eigene Stimme zu entdecken. Nach einem wunderbaren, sommerlichen letzten Sing-Abend im Innenhof der Kunsthalle Osnabrück werden unsere Stimmbänder nun eine kurze Sommerpause einlegen. Doch am 26. August 2019 geht es bereits weiter, wie gewohnt von 18 - 19:30 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück.

Seit März dieses Jahres und noch bis zu dessen Ende lädt Ayumi Paul, die schon mehrfach mit Performances in der Kunsthalle zu Gast war, regelmäßig Frauen ein, um mit ihnen gemeinsam zu singen. Dadurch initiiert, wird eine fluide Klangskulptur aus Frauenstimmen entstehen, die das Herzstück ihrer Einzelausstellung werden soll. Diese wird vom 9. Februar bis 4. April 2020 in der Kunsthalle Osnabrück stattfinden.

Auf der Suche nach ihrer eigenen Stimme hat die Künstlerin für dieses Projekt damit begonnen, bei verschiedenen Gesangslehrern zu studieren, bei klassischen Opernsängerinnen und experimentellen Sängerinnen aus dem Bereich der Neuen Musik, bis hin zu Schamanen unterschiedlicher Kulturen. Dieses Wissen teilt und übt sie gemeinsam mit den Frauen. Der Prozess ihres eigenen Lernens wird dadurch sofort in einen größeren Kreislauf gegeben.

"Ich freue mich über jede Stimme, die Lust hätte, ein Teil dieser Reise zu werden und stelle mir vor, dass die Komposition über das Jahr hinweg gemeinsam mit den Stimmen wächst. Jede Stimme bringt ihre eigenen Farben mit, hält ihren eigenen Raum und verwebt sich mit den anderen zu einem sich ständig verändernden organischem Ganzen."

Wer teilnehmen möchte, benötigt keine sängerischen Vorkenntnisse und auch das Notenlesen ist nicht notwendig. Die Abende bauen nicht chronologisch aufeinander auf, sodass man jederzeit und so oft, wie man möchte, teilnehmen kann. Nach jedem gemeinsamen Singen fertigt die Künstlerin Partitur-Zeichnungen an, ein Komponieren in Retrospekt, an deren Ende die Partitur als Zeitdokument eines gemeinsamen Prozesses steht.

Alle Frauen sind herzlich zu diesem Prozess eingeladen. 

 

Die Termine in der zweiten Jahreshälfte sind:

09.09. | 23.09. | 07.10. | 21.10. | 11.11. | 18.11.| 02.12.

jeweils 18:00 - 19:30 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück

Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail an haunhorst@osnabrueck.de oder telefonisch unter 0541-3232263 bei Anne Haunhorst an.  

 

Eine Veranstaltung der Kunsthalle Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. und dem Projektbüro Kultur der Stadt Osnabrück im Rahmen des Kulturextras "Klang". Die Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. werden gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Osnabrück.

Öffnungszeiten

Dienstag 13 bis 18 Uhr 

Mittwoch bis Freitag 11 bis 18 Uhr 

am zweiten Donnerstag im Monat:

11 bis 20 Uhr 

Samstag/Sonntag 10 bis 18 Uhr

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück