Wegen Corona Vorkehrungen bleibt die Kunsthalle Osnabrück vorerst bis zum 30. April 2020 geschlossen.

 

 


Ayumi Paul:

I look at the flower - the flower looks at me

 

Mit „I look at the flower – the flower looks at me” bietet Ayumi Paul ein Hörspiel an, dass Sie auch zuhause zu einem bewussteren Atmen und zu Experimenten mit der eigenen Stimme einlädt. Die Atemübung verändert die Selbst- und Fremdwahrnehmung, öffnet die Sinne und ermutigt, mit den eigenen Geräuschen, Tönen und Klängen zu spielen. Die 18-minütige Audioaufnahme können Sie direkt und bequem über den Player unten abspielen.

 


Ayumi Paul: Sympathetic Resonance

Ayumi Paul, Sympathetic Resonance, 2019
Copyright Studio Light & Ayumi Paul

 

Ayumi Paul ist nach ihrer Ausbildung zur klassischen Geigerin und Auftritten in den berühmtesten Konzertsälen der Welt seit einigen Jahren auch in der visuellen und performativen Kunst angekommen. Mit Sympathetic Resonance präsentiert die Kunsthalle Osnabrück vom 1. März bis 5. April 2020 die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin.

Im Zentrum von Ayumi Pauls Arbeiten stehen Töne, Geräusche und Klänge. Der Eigenklang von Körper, Material und Umgebung ist dabei entscheidend für ihren konzeptionellen Ansatz, Hörgewohnheiten zu verändern und die Möglichkeiten des Hörens zu entfalten. 

Seit etwa einem Jahr bringt Ayumi Paul im The Singing Project die Kunsthalle Osnabrück zum Klingen. Regelmäßig trafen sich Frauen mit Ayumi Paul, um das freie Singen zu proben. Aus dem Gemeinschaftsprojekt ist eine vielstimmige, fluide Klangskulptur entstanden. Für die Dauer der Ausstellung verwandelt das The Singing Project das Kirchenschiff der Kunsthalle Osnabrück in einen immer singenden Ort, der alle Besucher*innen zum Zuhören und Mitsingen einlädt. 

Die Ausstellung lädt zu einem umgreifenden Perspektivwechsel ein, als die Arbeiten der Künstlerin darauf aufmerksam machen, dass, was wir als Objekt betrachten, auch immer Subjekt ist. Als nichtlinearer Erfahrungsort komponiert sind die einzelnen Arbeiten in der Ausstellung auch untereinander verwoben. Zeit und Zyklus sind wiederkehrende Elemente und das Geben wird zur zentralen Geste. Was kann man anderen geben, was kann man älteren Generationen zurückgeben oder an zukünftige weitertragen? Wie beeinflussen sich Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft? Wie verändert sich ein Raum, in dem fortwährend gesungen wird? Was verbindet uns miteinander?

 

Ayumi Paul (*1980 in Gießen), Komponistin, Violinistin und bildende Künstlerin, lebt in Berlin. Sie studierte klassische Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und an der Indiana University (US) und spielte weltweit in renommierten Konzerthäusern, bevor sie sich ausschließlich eigenständigen, künstlerischen Werken widmete, die seither in internationalen Museen und Galerien präsentiert werden, zuletzt bei Esther Schipper (2017), in der National Gallery Singapore (2018) und in der Galerie Thaddaeus Ropac Paris (2018).

Das Projekt wird kuratiert von Dr. Julia Draganović, seit Juli 2019 Direktorin der Villa Massimo in Rom, und Christel Schulte, Kuratorin für Publikumsteilhabe und Lernen, Kunsthalle Osnabrück.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Felicitas und Werner Egerland Stiftung. Die Kunsthalle Osnabrück wird unterstützt durch den Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V.

 


The Singing Project

Ayumi Paul © Anna Rosa Krau.
 
Alles ist Klang und alles hört zu.

 

Einladung zum gemeinsamen Singen

 

Seit März 2019 haben sich regelmäßig Frauen in der Kunsthalle Osnabrück getroffen, um gemeinsam mit der Künstlerin und Violinistin Ayumi Paul zu singen, zuzuhören und die Ursprünge des Singens und eigene Stimme zu entdecken. Dadurch initiiert, entsteht eine fluide Klangskulptur aus Frauenstimmen, die das Herzstück ihrer Einzelausstellung ist.

Auf der Suche nach ihrer eigenen Stimme hat die Künstlerin für dieses Projekt damit begonnen, bei verschiedenen Sängerinnen zu studieren, bei klassischen Opernsängerinnen, experimentellen Sängerinnen aus dem Bereich der Neuen Musik, bei Frauen aus unterschiedlichen Kulturen, in denen das Singen von Generation zu Generation als Ritual und Geschichtenträger ausgeübt und weitergegeben wird und bei Frauen, die das Singen mit einer Heilpraxis verbinden. Das Gelernte teilt und übt sie gemeinsam mit den Frauen des Singing Projects. Der Prozess ihres eigenen Lernens wird dadurch sofort in einen größeren Kreislauf gegeben.

"Ich freue mich über jede Stimme, die Lust hätte, ein Teil dieser Reise zu werden und stelle mir vor, dass die Komposition über das Jahr hinweg gemeinsam mit den Stimmen wächst. Jede Stimme bringt ihre eigenen Farben mit, hält ihren eigenen Raum und verwebt sich mit den anderen zu einem sich ständig verändernden organischem Ganzen.”

Wer teilnehmen möchte, benötigt keine sängerischen Vorkenntnisse und auch das Notenlesen ist nicht notwendig. Die Abende bauen nicht chronologisch aufeinander auf, sodass man jederzeit und so oft, wie man möchte, teilnehmen kann.

Alle Frauen sind herzlich zu diesem Prozess eingeladen.

 

Eine Veranstaltung der Kunsthalle Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. und dem Projektbüro Kultur der Stadt Osnabrück im Rahmen des Kulturextras "Klang". Die Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. werden gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Osnabrück.
 


Öffnungszeiten

Dienstag 13 bis 18 Uhr 

Mittwoch bis Freitag 11 bis 18 Uhr 

am zweiten Donnerstag im Monat:

11 bis 20 Uhr 

Samstag/Sonntag 10 bis 18 Uhr

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück