Bachelor Öffentliche Verwaltung bzw. Verwaltungsfachwirt*in (d/m/w) im Fachbereich Kultur, Kunsthalle Osnabrück

Die Kunsthalle Osnabrück gehört zu den wichtigen Plattformen für zeitgenössische Kunst in Niedersachsen und strahlt mit ihren innovativen und experimentierfreudigen Ausstellungen und Vermittlungsprojekten, die sich sowohl in den einzigartigen Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters als auch im öffentlichen Raum präsentieren, weit über die Stadt hinaus.

Die Stelle auf einen Blick

Stellenumfang: Es handelt sich um eine Vollzeitbeschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39/40 Stunden. Die Stelle kann grundsätzlich bei sich einander weitgehend ergänzenden Arbeitszeiten mit Teilzeitkräften besetzt werden. Die Verteilung der Arbeitszeiten ist mit der Dienststelle abzustimmen. Zeitliche Flexibilität nach Absprache ist erforderlich.

Befristung: Es handelt sich um eine unbefristete Stelle.

Einstellungszeitpunkt: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Vergütung: EG 9c TVöD / A 10 NBesG

Bewerbungsfrist:  27. Mai 2020

 

Ihre Aufgaben

  • Haushalts- und Verwaltungssachbearbeitung für die Kunsthalle:
    Abwicklung laufender Zahlungsvorgänge inkl. Vergabe; unterjähriges und jähriges Berichtswesen; Erstellung und laufende Bearbeitung von Kosten- und Finanzierungsplänen für Ausstellungen und Vermittlungsprojekte; Administrator der Museumskasse; Artikelpflege; Abrechnung von Kommissionsware; Vertretung im Kreis der Verwaltungskräfte
  • Sachbearbeitung im Rahmen der Ausstellungsplanung und -entwicklung:
    Erarbeitung der Kosten- und Finanzierungspläne in Zusammenarbeit mit der Leitung im Rahmen von Förderanträgen; Anpassung der Finanzierungspläne auf Vorgaben der nationalen und internationalen Fördermittelgeber; Erstellung von Verwendungsnachweisen für nationale, internationale und EU Fördermittel inklusive der Abstimmung mit den entsprechenden Fördermittelgebern; Versicherungsanmeldungen; Vorbereitung von Verträgen für In- und Ausland (Honorar- und Leihverträge)

Als Folge einer Organisationsuntersuchung können sich Veränderungen des Stellenzuschnitts im Bereich der Verwaltungsaufgaben ergeben.

 

Ihr Profil

Sie verfügen über die Laufbahnbefähigung für die Laufbahngruppe II, 1. Einstiegsamt, Fachrichtung Allgemeine Dienste, eine abgeschlossene Angestelltenprüfung II oder einen Studienabschluss in den Studiengängen Öffentliche Verwaltung oder Öffentliches Management.

Des Weiteren erwarten wir:

  • Identifikation mit der Kommunalverwaltung als Dienstleistungsunternehmen und mit den Strategischen Zielen der Stadt)
  • Offenheit, situationsbezogene Sensibilität
  • Gute Auffassungsgabe, Prozesssteuerung
  • Ausgeprägte Informations- und Kommunikationsfähigkeit
  • Sehr gute Arbeitsplanung und –organisation
  • Kompetenzen im Finanz- und Kostenmanagement
  • Buchhalterische (Grund-)Kenntnisse sowie SAP-Kenntnisse und gute Excel-Kenntnisse
  • Sicherheit in der Rechtsanwendung

    (Grund-)Kenntnisse der Englischen Sprache sind erwünscht und müssen sich ggf. angeeignet werden.

 

Unser Angebot

  • Arbeit in einem kleinen Team, das weit vernetzt ist
  • Vielfältige fachliche Aufgaben in einem kollegialen Umfeld
  • Anspruchsvolle Tätigkeiten in lokalen und überregionalen Netzwerken
  • Verlässliche Arbeitsbedingungen und ein gestaltbarer Arbeitsplatz
  • Individuelle Arbeitsplatzmodelle und an Lebensphasen orientierte Arbeitszeitvereinbarungen
  • Eine anerkannte Personalentwicklung mit attraktiven Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie ein ausgeprägtes Gesundheitsmanagement

 

Bewerbungen

Bewerbungen reichen Sie bitte über die folgende Seite der Stadt Osnabrück ein: 

https://karriere.bei-der-stadt.de/jobposting/4719a2ff99671b19de030bed0c290018e197bbea

 

Kontakt bei Fragen

Auskünfte zum Aufgabenbereich erteilen Ihnen gerne Frau Jehle und Frau Schickedanz, Leiterinnen der Kunsthalle Osnabrück, kunsthalle@osnabrueck.de
Für Fragen zum Bewerbungsverfahren steht Ihnen Frau Lewandowsky, Fachbereich Personal und Organisation, Telefon 0541/323-3617 zur Verfügung.

 

Die Stadt Osnabrück bekennt sich ausdrücklich zu einer diskriminierungsfreien Personalauswahl.


Wiedereröffnung mit freiem Eintritt!

Wir freuen uns darüber, Sie ab dem 07. Mai 2020 wieder in der Kunsthalle Osnabrück begrüßen zu können! Unter den aktuellen Sicherheitsauflagen, steht unser Haus wieder allen Besucher*innen zu den vorübergehend neuen Öffnungszeiten, Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, offen. Aufgrund der derzeitigen Bedingungen bleibt der Eintritt zunächst frei.

Die laufende Ausstellung Sympathetic Resonance von Ayumi Paul wird außerdem bis zum 5. Juli 2020 verlängert! Die im Rahmen der Ausstellung stattfindenden Workshops The Singing Project werden digital  fortgesetzt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.


Nachrichten aus einer geschlossenen Kunsthalle

 

Liebe Besucher*innen,

wie bereits kurzfristig auf unseren sozialen Kanälen sowie über die Presse mitgeteilt, hat auch die Kunsthalle Osnabrück vorerst geschlossen, um auch von unserer Seite zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus beizutragen und unsere Mitmenschen zu schützen. Diese Schließung gilt zunächst bis zum 30. April 2020, jedoch ist zum aktuellen Zeitpunkt der weitere Verlauf sowie das Ende der Pandemie äußerst unklar, sodass wir als Kultureinrichtung temporärerer Ausstellungen das Programm bis Mitte des Jahres neu sortieren müssen. Verschiedene Projekte sind verschoben sowie abgesagt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.

Neben allen zwangsläufigen Informationen und Entscheidungen, die im Rahmen der Corona-Notfallplanungen übermittelt werden, bleibt als erfahrenes Gefühl zurück, dass diese tatsächliche Krise sowohl individuell als auch kollektiv ist. Es heißt, gemeinsam isoliert bleiben und allein solidarisch sein mit all denjenigen, die während dieser Zeit die Systeme am Laufen halten; aber eben auch mit denjenigen, die umso mehr unter den offensichtlichen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft vor Corona gelitten haben. Corona ist eine Krise des Kapitalismus und der Globalisierung. Die Konsequenzen werden auch die Privilegierten treffen, aber noch mehr diejenigen, die bereits benachteiligt waren. Worin besteht also die Chance, von der jetzt alle sprechen?

Als neue Direktorinnen der Kunsthalle Osnabrück leben wir erst drei Monate in einer für uns neuen Stadt und Region. Ein neuer Job bedarf einer gewissen Einarbeitungszeit, bis man von den Papierbergen wieder aufblickt und die Gelegenheit ergreifen kann, Stadt, Menschen und lokale Kunstszene kennenzulernen. Bevor wir diesen Punkt erreichen konnten, war bereits alles geschlossen. Daher möchten wir uns auf diesem Wege mit allen lokalen sowie internationalen, freien Künstler*innen und Kulturproduzent*innen solidarisch erklären. Die Stadt Osnabrück sowie die Kunsthalle Osnabrück arbeiten intensiv daran, unsere langjährigen Partner*innen in Kunst und Kultur zu schützen, zu stärken und langfristig wieder einzubinden. Die Kunsthalle Osnabrück wird die Zeit der Schließung als strukturerarbeitende Chance verstehen. Neben Inventur, Aufräumen, Programmplanung, Konzeptentwicklung oder Mitarbeiter*innen-Schulungen werden wir uns auch aktiv darum bemühen, den Kontakt mit der lokalen Szene nicht zu verlieren, bevor er erst beginnen konnte. Wir möchten sowohl bestehende als auch neue Kooperationen für die kommenden Monate sowie Jahre ausbauen, damit ein Programmauftakt auch eine Weiterentwicklung von lokalen und internationalen Netzwerken bedeuten kann.

Bisher bleiben wir bei unserer standhaften Hoffnung, dass wir am 29. August den Programmauftakt nach dem Direktionswechsel gemeinsam mit allen Gästen feiern können. Das diesjährige Jahresthema „Enttäuschung“ der dann startenden Ausstellungsreihe erhält im Zuge der aktuellen Entwicklungen eine unverhoffte Wendung. Manche Ausstellungen werden situativ auf die Konsequenzen von Corona reagieren und wir als Institution werden verstärkt nach dem Moment der Enttäuschung fragen. Ist Corona die Enttäuschung? Oder ist es die Zeit danach, wenn das Fenster für mögliche Neuanfänge, Umbrüche und Solidaritätsbekundungen sich wieder schließt und wir doch zum alten Status Quo zurückkehren? Auf was kann uns Corona also vorbereiten? Welche Möglichkeiten können genutzt oder verpasst werden bezüglich Umweltschutz, Gleichberechtigung oder Entschleunigung als Verweigerung? Und wie wird die Kunst auf diese individuellen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren und wie stehen wir den Künstler*innen als Kultureinrichtungen zur Seite?

Mit diesen Fragen, hoffen wir, Sie bald wieder bei uns im Haus begrüßen zu können. Bis dahin arbeiten wir weiter und bitten: Bleiben Sie gesund! 

Anna Jehle und Juliane Schickedanz, Direktorinnen der Kunsthalle Osnabrück, in Stellvertretung des Teams der Kunsthalle Osnabrück


Ayumi Paul:

I look at the flower - the flower looks at me

 

Als raumübergreifende Arbeit konzipiert, ist das Hörspiel "I look at the flower, the flower looks at me" einerseits eine einfache Anleitung zum Atmen und Zuhören, andererseits eine Art Performance, an der jeder teilnimmt, der atmet. Das Hörspiel beginnt mit folgenden Worten:

"Sie befinden sich in der Ausstellung Sympathetic Resonance, die vom 1. März bis zum 5. April in der Kunsthalle Osnabrück stattfinden wird. Vielleicht sind Sie gerade hier, vielleicht hören Sie von Zuhause aus zu, oder von unterwegs. Eventuell ist die Ausstellung schon zu Ende gegangen. So, oder so, sind Sie nun ein Teil dieser Ausstellung."

Die 18 minütige Audioaufnahme können Sie direkt und bequem über den Player unten abspielen.


Ayumi Paul: Sympathetic Resonance

Ayumi Paul, Sympathetic Resonance, 2019
Copyright Studio Light & Ayumi Paul

 

Mit Sympathetic Resonance präsentiert die Kunsthalle Osnabrück vom 1. März bis 5. Juli 2020 die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin.

Im Zentrum von Ayumi Pauls Arbeiten stehen Töne, Geräusche und Klänge. Der Eigenklang von Körper, Material und Umgebung ist dabei entscheidend für ihren konzeptionellen Ansatz, Hörgewohnheiten zu verändern und die Möglichkeiten des Hörens zu entfalten. 

Seit etwa einem Jahr bringt Ayumi Paul im The Singing Project die Kunsthalle Osnabrück zum Klingen. Regelmäßig trafen sich Frauen mit Ayumi Paul, um das freie Singen zu proben. Aus dem Gemeinschaftsprojekt ist eine vielstimmige, fluide Klangskulptur entstanden. Für die Dauer der Ausstellung verwandelt das The Singing Project das Kirchenschiff der Kunsthalle Osnabrück in einen immer singenden Ort, der alle Besucher*innen zum Zuhören und Mitsingen einlädt. 

Die Ausstellung lädt zu einem umgreifenden Perspektivwechsel ein, als die Arbeiten der Künstlerin darauf aufmerksam machen, dass, was wir als Objekt betrachten, auch immer Subjekt ist. Als nichtlinearer Erfahrungsort komponiert sind die einzelnen Arbeiten in der Ausstellung auch untereinander verwoben. Zeit und Zyklus sind wiederkehrende Elemente und das Geben wird zur zentralen Geste. Was kann man anderen geben, was kann man älteren Generationen zurückgeben oder an zukünftige weitertragen? Wie beeinflussen sich Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft? Wie verändert sich ein Raum, in dem fortwährend gesungen wird? Was verbindet uns miteinander?

 

Ayumi Paul (*1980 in Gießen), Komponistin, Violinistin und bildende Künstlerin, lebt in Berlin. Sie studierte klassische Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und an der Indiana University (US) und spielte weltweit in renommierten Konzerthäusern, bevor sie sich ausschließlich eigenständigen, künstlerischen Werken widmete, die seither in internationalen Museen und Galerien präsentiert werden, zuletzt bei Esther Schipper (2017), in der National Gallery Singapore (2018) und in der Galerie Thaddaeus Ropac Paris (2018).

Das Projekt wird kuratiert von Dr. Julia Draganović, seit Juli 2019 Direktorin der Villa Massimo in Rom, und Christel Schulte, Kuratorin für Publikumsteilhabe und Lernen, Kunsthalle Osnabrück.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Felicitas und Werner Egerland Stiftung. Die Kunsthalle Osnabrück wird unterstützt durch den Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V.

 


The Singing Project

Ayumi Paul © Anna Rosa Krau.
 
Alles ist Klang und alles hört zu.

 

Einladung zum gemeinsamen Singen

 

Seit März 2019 haben sich regelmäßig Frauen in der Kunsthalle Osnabrück getroffen, um gemeinsam mit der Künstlerin und Violinistin Ayumi Paul zu singen, zuzuhören und die Ursprünge des Singens und eigene Stimme zu entdecken. Dadurch initiiert, entsteht eine fluide Klangskulptur aus Frauenstimmen, die das Herzstück ihrer Einzelausstellung ist.

Auf der Suche nach ihrer eigenen Stimme hat die Künstlerin für dieses Projekt damit begonnen, bei verschiedenen Sängerinnen zu studieren, bei klassischen Opernsängerinnen, experimentellen Sängerinnen aus dem Bereich der Neuen Musik, bei Frauen aus unterschiedlichen Kulturen, in denen das Singen von Generation zu Generation als Ritual und Geschichtenträger ausgeübt und weitergegeben wird und bei Frauen, die das Singen mit einer Heilpraxis verbinden. Das Gelernte teilt und übt sie gemeinsam mit den Frauen des Singing Projects. Der Prozess ihres eigenen Lernens wird dadurch sofort in einen größeren Kreislauf gegeben.

"Ich freue mich über jede Stimme, die Lust hätte, ein Teil dieser Reise zu werden und stelle mir vor, dass die Komposition über das Jahr hinweg gemeinsam mit den Stimmen wächst. Jede Stimme bringt ihre eigenen Farben mit, hält ihren eigenen Raum und verwebt sich mit den anderen zu einem sich ständig verändernden organischem Ganzen.”

Wer teilnehmen möchte, benötigt keine sängerischen Vorkenntnisse und auch das Notenlesen ist nicht notwendig. Die Abende bauen nicht chronologisch aufeinander auf, sodass man jederzeit und so oft, wie man möchte, teilnehmen kann.

Alle Frauen sind herzlich zu diesem Prozess eingeladen.

 

Eine Veranstaltung der Kunsthalle Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. und dem Projektbüro Kultur der Stadt Osnabrück im Rahmen des Kulturextras "Klang". Die Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V. werden gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Osnabrück.
 


Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr 

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück