Crossing Lines

László Moholy-Nagy, Right Hand in Green, May 20th 1926
Courtesy of Hattula Moholy-Nagy

 

Eröffnung: 24. August 2019, 19 Uhr

Ausstellung: 24. August bis 3. November 2019

kuratiert von Dr. Christian Oxenius und Jan Tichy

mit dem Handabdruck des Bauhaus Künstlers László Moholy-Nagy

und künstlerischen Arbeiten von

Heba Y. Amin, Jakob Gautel, Olaf Holzapfel, Reuven Israel, Kostis Velonis und Jan Tichy

 

Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums präsentiert die Kunsthalle Osnabrück die Ausstellung Crossing Lines, deren Konzept auf einem Fund in László Moholy-Nagys künstlerischem Nachlass basiert: einem analogen Abdruck seiner Hand von 1926. Der ungarische Künstler, eine führende Figur des Bauhauses, interessierte sich für Handlinien- und Zukunftsdeutungen und die Theosophie. Sie verbindet, aus der historischen Distanz betrachtet, nur vordergründig rationale und spirituelle Elemente der Menschheit, instrumentalisiert tatsächlich aber die Rationalität, um eine nur scheinbar auf ein gerechtes Gesellschaftsmodell abzielende Weltordnung zu legitimieren. Es lässt sich also in gewisser Weise aus Moholy-Nagys Handlinien jene Zukunft ablesen, die als „Moderne“ in den 1920ern bereits die fundamentalen Fehlentwicklungen zu Tage treten ließ.

Crossing Lines öffnet einen kuratorischen Reflexionsraum, der die Institution Bauhaus als ein Beispiel betrachtet, an dem sich die Idee der Moderne manifestierte. Dazu sind sechs zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die Rolle des Rationalismus gegenüber einer unbestreitbaren Präsenz spiritueller Elemente in der menschlichen Natur zu untersuchen und dabei unserem Bedürfnis, lebensweltlichen Zeichen weiterführende Bedeutungen beizumessen, nachgehen. Die ausgestellten Werke umfassen sowohl bereits ausgestellte Arbeiten als auch eigens für die Ausstellung geschaffene Neuproduktionen.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Moholy-Nagy Foundation, Inc., mit besonderem Dank an Hattula Moholy-Nagy, sowie mit dem Illinois Institute of Technology | Institute of Design. Sie wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und unterstützt vom Verein der Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V.

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück