Markus Lüpertz - Grafiken und Skulpturen

Markus Lüpertz in der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück

Vom 2. Oktober bis 8. Januar wird in der Kunsthalle Dominikanerkirche die Ausstellung "Markus Lüpertz – Sagenhaft. Malerentgegnungen in Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen" präsentiert. Wichtig für auswärtige Besucher: Die Ausstellung ist zusätzlich am 14. November. 21. November, 28. November und am 5. Dezember jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Geschlossen ist sie am 11. November, 2. Dezember, 8. bis 19. Dezember, 24. und 25. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar.

Gemeinsame Veranstalter sind die Stadt Osnabrück und die Freunde der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück e. V. Kooperationspartner ist die Geuer & Breckner GmbH, Düsseldorf. Zudem wurde das Projekt unterstützt durch die Galerie Michael Werner, Düsseldorf.

"Die Ausstellung "Sagenhaft" geht dem kreativen Schaffen des Künstlers auf den Grund, und zwar nicht in seinem malerischen Werk oder seinen monumentalen Skulpturen. Im kleinen Format, in der Zeichnung, der Druckgrafik und im Bozzetto ist spürbar, wie sich der Künstler einem Thema annähert und in den unterschiedlichen Gattungen durchspielt – wie er sich das Sujet regelrecht anverwandelt, um zu einer letzten Formverdichtung zu finden, und zwar nicht akademisch-kalkuliert, sondern in jedem neuen Blatt und jedem Modell wieder mit dem Impetus des Neubeginns. Er umkreist die unterschiedlichen Ansichten einer Figur in seiner Serie von Zeichnungen oder nimmt nur einzelne Körperpartien in den Blick. Und auch die Druckgrafiken behalten zumeist das spontane, zeichnerische Moment; sie dienen nicht der Reproduktion, sondern dehnen die Ausdrucksmöglichkeiten eines Motivs in ein weiteres künstlerisches Medium aus. Im Zusammenspiel von Skulptur, Zeichnung und der selten gezeigten Druckgrafik wirft die Ausstellung ein neues Bild auf Lüpertz’ Schaffen und seinen Werkprozess." (Dr. Henrike Holsing).

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer, geboren 1941, zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern seiner Generation. In den 1960er und 1970er Jahren entwickelte er mit Künstlern wie Karl Horst Hödicke den kritischen Realismus. 1970 erhielt Lüpertz den Preis der Villa Romana. 1974 organisierte der Künstler die erste Biennale Berlin. Im gleichen Jahr nahm Lüpertz die Professur (Malerei) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe an (bis 1986).

Von 1988 bis 2009 war Lüpertz Rektor an einer der bedeutendsten deutschen Kunstakademien, der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Lüpertz unterrichtete später international bekannt gewordene Künstler und prägte somit auch als Lehrender die deutsche, aber auch die internationale Kunstentwicklung mit.

Markus Lüpertz hat mit seinen Skulpturen, Kirchenfenstergestaltungen und künstlerischen Aktionen nicht nur maßgeblich in den urbanen und öffentlichen Lebensraum gewirkt, sondern sein Werk wird auch bis heute kontrovers diskutiert und ist mit Fragestellungen nach einem gewandelten Kunstverständnis und Künstlerbild verbunden.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen (Herausgeber: Geuer & Breckner, Düsseldorf, ). www.geuerbreckner.de