Skulpturen und Bilder von Klaus Reincke

In der Stadtgalerie und im Innenhof der Kunsthalle Dominikanerkirche

Das prinzipiell Durchgängige im Œuvre von Klaus Reincke ist die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper. Seine Torsi und Köpfe aus Eisen, Bronze und Gips stellte er der Öffentlichkeit erstmals 2001 in seiner Ausstellung als Bildender Künstler im Kloster Malgarten in Bramsche vor. Die Skulpturen und Papierarbeiten, die Klaus Reincke vom 24. Januar bis 15. März im Innenhof der Kunsthalle Dominikanerkirche und in der Stadtgalerie Osnabrück präsentiert, sind durch klare und verknappte Formen charakterisiert. Reinckes Arbeiten beeindrucken durch eine skulpturale  und bildhafte Formbeherrschung und durch eine Qualität jenseits aller Manierismen.

Mit dieser jüngsten Formentwicklung Reinckes verbunden ist das Ausgreifen der Skulptur in den Raum. Nicht mehr die kleinformatige Skulptur für den Innenraum oder die Gartenskulptur stehen im Zentrum der künstlerischen Überlegungen, sondern der Bezug zur Architektonik und zur Platzgestaltung wurde relevant.

Auf diese Entwicklung hatte Reinckes zeichnerisch-grafisches Werk, das parallel zur skulpturalen Arbeit entstand, sicher einen nicht unerheblichen Einfluss. Der Künstler selbst betont diese Schlüsselrolle: "Den Papierarbeiten verdanke ich ganz wesentlich die Erweiterung meines Formen-Kanons. Vieles, was ich dort spielerisch erprobe, vor allem auch Zufälliges, das sich aus dem spontanen Malakt ergibt, inspiriert meine bildhauerische Arbeit."