"Wanderer zwischen zwei Welten"

Grafiken und Collagen aus 50 Jahren von Johannes Eidt

Anlässlich seines 70. Geburtstages würdigt die Stadt Osnabrück den Osnabrücker Künstler Johannes Eidt vom 18. Januar bis 8. April mit einer Retrospektive im Foyer der Kunsthalle Dominikanerkirche.

Johannes Eidt studierte sowohl in Deutschland als auch in Japan grafische Kunst, hatte Lehraufträge an der Universität Hildesheim, an der Tokio University of Arts und am internationalen Grafikmuseum MACHIDA Tokio, und betrieb ein Atelier in Osnabrück als auch in Tokio. Folgerichtig bezeichnete der ehemalige Direktor des Felix-Nussbaum-Hauses, Dr. Thorsten Rodiek, den Künstler 1993 in einem Katalogtext als "Wanderer zwischen zwei Welten".

Die Ausstellung fasst nicht nur die Konsequenz eines Künstlerlebens zusammen, das sich ein Leben lang auf das Medium Grafik konzentrierte, sondern sie wirft auch über das Rahmenprogramm einen Fokus auf klassische und aktuelle grafische Positionen regionaler und internationaler Künstler.

Johannes Eidts Kunst wurde in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Europa und Japan gezeigt. Das Image Osnabrücker Kultur hat Johannes Eidt mit seinen vielen grenzüberschreitenden beziehungsweise internationalen Aktivitäten für den Bereich der Bildenden Kunst von den 60er Jahren an bis heute ganz wesentlich mitgeprägt. So hat sich die Aufmerksamkeit, die dem Künstler Johannes Eidt seit mehr als 40 Jahren über die Grenzen Osnabrücks hinaus gewidmet wird, in zahlreichen Einzelausstellungen, unter anderem in Tokio, Zürich, Paris, Perth (Australien), London, Hiroshima und Urawa (Japan) niedergeschlagen. Werke Eidts finden sich im Besitz nationaler und internationaler Museen wie dem Kestner Museum Hannover, dem Tsuruoka Art Museum, Japan, dem Deutschen Bundestag und dem Internationalen Grafikmuseum MACHIDA, Tokio.

Während des Zeitraums der Johannes-Eidt-Retrospektive finden in Kooperation mit der Kunsthalle Dominikanerkirche mehrere Korrespondenzausstellungen in Osnabrück statt: "Ausdrucksformen der Grafik - Ausgewählte Beispiele Studierender" im "Galerie im Fenster" der Universität Osnabrück (ab 18. Januar), "Situationen: Arsentij Pawlow" in der Stadtgalerie (ab 18. Januar), "Klassiker der Grafik", unter anderem mit Arbeiten von Günther Uecker, Jörg Immendorf, Armin Mueller-Stahl und Horst Janssen in der Kunsthandlung Th. Hülsmeier (ab 18. Januar), "Aktuelle grafische Positionen aus dem Galerieprogramm" in der Galerie schwarz | weiss (ab 18. Januar), "Künstlergrafik im Dialog: Birgit Kannengießer, Osnabrück, und Jens Raddatz, Osnabrück" im BBK-Kunst-Quartier (ab 18. Januar) sowie "Geschlossene Welten: Inge Römer" (ab 5. Januar) im Foyer des Stadthauses 1.