Porträts von Willy Brandt

Kunst von Rainer Fetting über Andy Warhol bis zu Herlinde Koelbl

Er stand als einer der wenigen Politiker der Nachkriegszeit immer wieder im Blickfeld von Künstlern: Willy Brandt (SPD), ehemaliger Bundeskanzler (1969 bis1974) und Friedensnobelpreisträger von 1971. Auftragskunst, aber auch das Engagement zahlreicher Künstler für diesen bedeutenden Staatsmann ließen eine große Zahl von Bildnissen und Objekten entstehen. Fotografen, bildende Künstler und Bildhauer hielten immer wieder Momente und Stationen aus dem Leben Willy Brandts fest.

Anlässlich seines 10. Todestages und 90. Geburtstages (18. Dezember 2003) hat die in der Kunsthalle Dominikanerkirche präsentierte Ausstellung "Willy Brandt - Porträts" vom 16. Februar bis 13. April 2003 eine Auswahl herausragender malerischer, grafischer, fotografischer und skulpturaler Porträts des ehemaligen SPD-Vorsitzenden (1964 bis 1987), Präsidenten der Sozialistischen Internationale (1976 bis 1992) und Regierenden Bürgermeisters von Berlin (1957 bis 1966) vor.

Rainer Fetting, Johannes Heisig, Georg Meistermann und Andy Warhol sind die bekanntesten Porträtisten Willy Brandts. Aber auch zahlreichen Fotografen - von Jupp Darchinger bis Herlinde Koelbl - nehmen eine besondere Rolle ein. Ihre Porträts sind Momentaufnahmen des Lebens Willy Brandts.

Die Ausstellung geht auch der Frage nach, was zeitgenössische Künstler noch heute am Genre des Prominentenporträts reizt und welche Bedeutung insbesondere die Person Willy Brandt als künstlerisches Motiv und Thema hatte.

Start der Präsentation war Berlin, danach folgte Bonn. Neben Osnabrück stehen noch Halle und Lübeck auf dem Programm. Die Arbeiten für diese Ausstellung wurden vorrangig aus dem reichhaltigen Fundus der "Sammlung im Willy-Brandt-Haus" zusammengestellt. Ergänzend haben private und öffentliche Leihgeber wichtige Werke zur Verfügung gestellt.