2 x 2 Intersections

Ausstellung von zwei deutschen und zwei amerikanischen Künstlern

Ein ungewöhnliches künstlerisches Austauschprojekt wurde vom 4. März bis zum 16. April 2001 im Foyer der Kunsthalle Dominikanerkirche präsentiert: Die Ausstellung "2x2 Intersections" zeigte Arbeiten der Künstlerinnen Sabra Moore und Holly Roberts aus dem amerikanischen Santa Fe gemeinsam mit Werken der Osnabrücker Künstler Helle Jetzig und Hendrik Spiess.

Die Anfänge dieses Ausstellungsprojekts gehen auf das Jahr 1997 zurück. Seinerzeit suchten der Osnabrücker Künstler Helle Jetzig und Constanze Frank, damals Art Consulterin in New Mexico, nach Möglichkeiten für einen Austausch zwischen deutschen und amerikanischen Künstlern. Zu diesem Projekt sollten Künstler, die ähnlich arbeiten oder ähnliche Materialien verwenden, auf beiden Seiten des Atlantiks gefunden werden. Hiermit war die Hoffnung verbunden, Künstlerpaare zu entdecken, deren Gemeinsamkeiten den Ansatz- für einen konstruktiven künstlerischen Dialog bilden.

 So kamen die "Paare" Holly Roberts und Helle Jetzig sowie Sabra Moore und Hendrik Spiess zueinander. Roberts und Jetzig verbinden Malerei und Fotografie, beide übermalen Schwarz-Weiß-Fotografien. Die Fotografie ist in ihren Arbeiten die Grundlage für den Malprozess, der zu nicht planbaren bildnerischen Aussagen führt. Moore und Spiess schaffen Objekte, Bildobjekte und Installationen. Beide nutzen natürliche Materialien oder Materialien des Alltagsgebrauchs als Ausgangspunkte ihres künstlerischen Schaffens.

Der Titel "2x2 Intersections" verweist auf die Berührungspunkte in den Arbeiten der beiden binationalen Künstlerpaare. Die jeweils individuelle Geschichte der Künstlerinnen und Künstler lässt jedoch nicht nur die Gemeinsamkeiten des künstlerischen Ansatzes deutlich werden, sondern führt gleichzeitig zu unterschiedlichen Ergebnissen und Positionen. Dabei werden Fragen nach den Einflüssen und Faktoren berührt, die in der künstlerischen Arbeit Unterschiede und Gemeinsamkeiten bewirken. So spielen beispielsweise Globalisierungstendenzen, das politische oder kulturelle Umfeld, das Geschlecht, der Zugang zu Informations- und Kommunikationsmedien und die Umweltbedingungen eine wichtige Rolle.

Die organisatorische und konzeptionelle Betreuung auf deutscher Seite übernahm Regina Böker, Lebensgefährtin Helle Jetzigs.