Wenn das Unbehagen einen Buchtitel bekommt … Ihre Meinung ist gefragt! Ein Kooperationsprojekt von Kunsthalle Osnabrück und Stadtbibliothek Osnabrück

 

Andrea Mastrovito Symphonie eines Jahrhunderts  11. Februar 2. April 2018 Pressetermin: Freitag, 9. Februar, 11 Uhr Eröffnung: Sonntag, 11. Februar, 11 Uhr

Eines der Hauptwerke der Ausstellung ist Mastrovitos Animationsfilm „NYsferatu“. Die Geschichte des Grafen Dracula, der im bekannten Film von Fritz Murnau den Namen „Nosferatu“ trägt, wird in die USA der Gegenwart verlegt, in die Zeit des 54. Präsidenten der Staaten von Amerika. Mastrovito geht der Frage nach, wovor Menschen heute Ängste haben, wie diese geschürt oder geradezu produziert werden und welche Gegenmittel zur Verfügung stehen. Der Film wird auf eine sechs Meter hohe Bücherwand im Chor des Kirchenschiffs der Kunsthalle projiziert.

Die Stadtbibliothek Osnabrück und ihre Leser/Innen stehen Pate für die Buch-Installation des Kunstprojekts. Künstlerischer Hintergrund: Zur ortsbezogenen, künstlerischen Recherche des New Yorker Künstlers gehört es, die Ängste in ihren regionalen Dimensionen zu erforschen: Wovor hat man in Osnabrück und seiner Umgebung Angst hat? Was bereitet den Osnabrücker/Innen Furcht, Sorge und Unbehagen? Was empfinden sie als Bedrohung, Bedrängnis oder gar als existenzgefährdend? Möglicherweise sind es nicht nur die Albtraumwesen aus den Gruselromanen, sondern auch komplexe Dinge bzw. Fakten und Fiktionen des Alltags, Neben der Furcht vor dem Zahnarzt, den Kriech- oder Nagetiere, der nächsten Prüfungsarbeit, dem Fliegen – ängstigen die Menschen des 21. Jahrhunderts globale Zivilisationsbedrohungen wie der Klimawandel, Luftverschmutzung, Lärm und Müll … dem Spektrum der Ängste sind keine Grenzen gesetzt. Das Kunsthallen- und Bibliotheksteam sowie der Künstler sind gespannt und freuen sich auf die in Osnabrück verdichtete Kollektion des Unbehagens.

Die Kunsthalle Osnabrück und die Stadtbibliothek Osnabrück laden ein, eine beliebige Anzahl von Büchern zu Themen, die den Leser/Innen einmal Unbehagen bereitet haben/ oder aktuell Unbehagen bereiten, an der Verbuchungstheke im ersten Stock der Stadtbibliothek am Markt 1 mit dem Stichwort „Für die Kunsthalle Osnabrück“ abzugeben.

Wie  funktioniert die Teilhabe? Mit oder ohne Bibliotheksausweis in die Stadtbibliothek gehen. Das schlechte Wetter für einen längeren Aufenthalt nutzen! Bücherauswahl treffen und an der Verbuchungstheke deponieren. Die Kunsthalle ist Leihnehmerin und übernimmt die (versicherungstechnische) Verantwortung.

Informationen zum Gesamtprojekt von Andrea Mastrovito: www.nysferatu.org

 

Felice Varini bezauberte bis November 2017 die Häuserfassenden am Osnabrücker Marktplatz mit großflächigen, geometrischen Farbkompositionen. Die Applikationen im Kirchenschiff der Kunsthalle sind noch bis zum 21. Januar 2018 zu sehen. Das Bemühen, räumliche Situationen auf eine Fläche zu übertragen, ist so alt wie die Malerei selbst. Varini dreht die Fragestellung mit seinen Farbinstallationen um: Was passiert, wenn eine zweidimensionale geometrische Form in den realen (architektonischen) Raum gebracht wird?

Die Installationen von Felice Varini machen den Besucher durch  Selbstexperimente zu Experten zentral-perspektivischer Forschung. Der in Paris lebende Künstler und seine Assistenten haben mittels Hebebühnen und Bergsteigerausrüstung im April 2017 wie in einen optischen Windkanal blaue Intervention auf die Fassaden der Marienkirche und der umliegenden Gebäude der Marktstraße "gezeichnet". Im Mai 2017 entstanden in der Kunsthalle Osnabrück zwei weitere korrespondierende Konstruktionen im Kirchenraum der ehemaligen Dominikaner Kirche, sie tragen den Titel „Bögen und Zirkeltanz“ sowie „Trapeze und Dreiecke auf den Spitzen“. Kuratiert wurde die Ausstellung von Valérie Schwindt-Kleveman und Dr. Julia Draganovic, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück.

Während das Publikum auf dem Marktplatz – zumeist mit Kameras ausgestattet – auf der Suche nach dem idealen Standort für das „richtige Selfie“ war, war der Standort, an dem einst der Projektor stand, dessen Lichtstrahlen die vier Kreise auf die Fassaden warf, für Varini später nur der technische Ausgangspunkt. Denn sobald die zweidimensionale Form in den Raum entlassen war, übernahm der wirkliche Raum die Regie. Die physische Realität der Architektur dekonstruierte und deformierte die minimalistische Grundformen auf unterschiedliche Weise. Zunächst schien es, dass der Ort die Intervention bestimmte. Doch mit der Selbstbewegung der Besucher im Stadtraum gab es eine erneute Regieübergabe: Es zeigt sich noch bis zum 21. Januar 2018 in der Kunsthalle, dass die künstlerische Intervention letztlich die Wahrnehmung des Raums bestimmt und ein Erlebnis überwältigender 3-Dimensionalität erzeugt.   ...mehr


Roxy in the Box : In and Out (24. Juli – 26. November 2017) Ab 24. Juli 2017 im Rosenplatzquartier Ab 26. August (Kulturnacht) in der Kunsthalle Osnabrück

 

Die Bildproduktion für das Projekt in der Kunsthalle Osnabrück findet diesmal auf der Straße statt. Seit dem 24. Juli ist die Künstlerin „Roxy in the Box“ im Rosenplatzviertel unterwegs und klebt handgemalte Plakate von „Ikonen der Kunstgeschichte“ auf die Häuserfassaden des Quartiers.  „In and Out“ lautet der Projekttitel – und jeder kann mitmachen.  Die erste Klebeaktion fand an der Glasfassade des Osna Grills statt. Seit Donnerstag (27.7.) begrüßt ein lebensgroßes Porträt des New Yorker Malers Jean- Michel Basquiat (1960 -1988) die Gäste von Jutta Bugdalla im Osna Grill, Iburger Straße 26.

Hier sind die Standorte im Rosenplatzquartier im Überblick: Marina Abramović (An der Petersburg 6), Maria José Arjona (Sparkassenfiliale Rosenplatz, Spichernstraße 1), Jean-Michel Basquiat (Iburger Straße 26), Joseph Beuys (Iburger Straße 3), Björk (Meller Straße 4), Salvador Dali (Iburger Straße 1), Albrecht Dürer (Iburger Straße 39), Eva & Adele (Werkstatt der Musik- und Kunstschule Osnabrück, Johannistorwall 12a), Frida Kahlo (Meller Straße 16), Yayoi Kusama (Bushaltestelle Rosenplatz/Rosenplatzschule), Udo Lindenberg (Iburger Straße 39), Markus Lüpertz (Am Neustädter Turm, Johannistorwall 71), Mona Lisa (Rosenplatz 14), Yoko Ono (An der Petersburg 6), Roxy in the Box (Bushaltestelle Rosenplatz) und Andy Warhol (Iburger Straße 12-14). Das Künstlerpaar Eva und Adele soll dem Stadtviertels als permanente Intervention - und Erinnerung an den Sommer mit „Roxy in the Box“ - erhalten bleiben. 

Die in Neapel beheimateten Künstlerin „Roxy in the Box, die Direktorin der Kunsthalle Dr. Julia Draganovic, Christel Schulte, die Kuratorin für Publikumsteilhabe und Lernen und die Projektkoordinatorin Silke Grob freuen sich auf Zusendungen unter kunsthalle(at)osnabrueck.de oder über Posts mit dem Hashtag #inandoutart in den sozialen Medien. Die Einsenderinnen und Einsender dürfen gespannt darauf sein, wie ihre Aktionen im Kunstkontext weiterverarbeitet werden. Die Kulturnacht beginnt am 26. August um 18 Uhr. Danach ist das Kunsthallenpublikum aufgerufen, das Rosenplatzviertel für sich zu erkunden und ihrerseits Bildmaterial zu produzieren.

„Roxy in the Box“ hebelt mit ihrem Projekt die eingeübten Rituale der Kunstwelt aus. Der Einstieg in die Kunst erfolgt über die Popkultur. Nebenbei produziert sie Leinenbeutel und Motiv-Shirts im knallfarbigen Roxy-Print. Zur Kulturnacht erhält jeder Besucher einen Stadtplan, auf dem die Kunststandorte im Rosenplatzquartier eingetragen werden können. Auf der Rückseite ist ein Grundriss der Kunsthalle, auch hier können private Markierungen vorgenommen werden. Roxy in the Box‘ „in and out“ ist ein Projekt im Rahmen des Vermittlungsprogrammes „Die Rakete“ und findet als Teil des Collaborative Arts Partnership Programme- CAPP statt. Es wird von dem Creative Europe Programm der Europäischen Union unterstützt und ist gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen. Seit 2014 ist die Kunsthalle Osnabrück Teil des CAPP Collaborative Arts Partnership Programme. Mit neun Partnerinstitutionen aus sechs Ländern erforscht und experimentiert das Netzwerk neue künstlerische Praktiken der Publikumsteilhabe. Am 7.11.2017 sind Vertreter aller Partnerinstitutionen erstmals gemeinsam mit Künstlern zu Gast in der Osnabrücker Kunsthalle.

Veranstaltungen und Publikumsbeteiligungen


 

Seit 2014 ist die Kunsthalle Osnabrück Teil des CAPP Collaborative Arts Partnership Programme, einem Netzwerk von neun europäischen Partnern, zu denen Agora (Berlin), Create Ireland (Dublin), Hablar en Arte (Madrid), Heart of Glass (St. Helens, UK), Live Art Development Agency (London), Ludwig Museum (Budapest), M-Cult (Helsinki) und Tate Liverpool gehören. Seit März 2017 hat CAPP begonnen, während seiner Partnertreffen öffentliche Events zu organisieren, um innovative künstlerische Praktiken, die den Kern ihrer Forschung bilden, jeweils einem breiteren lokalen Publikum vorzustellen. Kunsthalle Osnabrück stellt am 7. November die dritte Präsentation dieser Reihe, die von den CAPP Partnern „Staging Posts“ genannt wird, unter dem Titel Back to Babel vor.

 

Back to Babel kreist um die Herausforderungen und Abenteuer, die mit Fragen zu Sprache und Kommunikation im Rahmen von nicht nur künstlerischen Zusammenarbeiten verbunden sind. In künstlerischen Teilhabeprozessen, in denen es ja um  Beziehungen geht, kann man Verständigung auf der Basis einer gemeinsamen gesprochenen Sprache nicht immer voraussetzen. Kommunikation erfordert ständige Aufmerksamkeit und Fleiß wie auch Empathie, Geduld, Durchhaltevermögen und Mut. Das Verhältnis zwischen Kommunikation und gesprochener Sprache bleibt ein neuralgischer Punkt nicht nur bei trans-europäischen Projekten wie CAPP, sondern auch als Ergebnis einer globalen Massenmigration, die sich zunehmend auf Alltagssituationen auswirkt.

Back to Babel wird in der Kunsthalle Osnabrück stattfinden, wo derzeit zwei Ausstellungen gezeigt werden: Die Doppelinstallation der Schweizers Felice Varini und das Ergebnis des Projektes “in & out” der CAPP-Künstlerin Roxy in the Box im Rosenplatzviertel.

 

Die CAPP-Partner und Künstler werden sich am 7. November um 10 Uhr in der Kunsthalle treffen. Für das Publikum wird die Kunsthalle Osnabrück Back to Babel um 16.00 Uhr mit folgendem Programm öffnen. Es wird darauf hingewiesen, dass für alle Veranstaltungen kein Eintritt erhoben wird. Allerdings sind die Veranstaltungen von Cibelle Cavalli Bastos und Caique Tizzi aus logistischen Gründen nur für eine begrenzte Zahl von Teilnehmern zugänglich und es bedarf einer Anmeldungsbestätigung. Bitte melden Sie sich per E-Mail bei Haunhorst(at)osnabrueck.de an und warten auf eine Teilnahmebestätigung.  mehr...

 

Was ist eigentlich Performance-Kunst und wie lässt sich das am besten herausfinden? Genau: MACHEN. SELBERMACHEN! Am 30. September, 12-17 Uhr und 1. Oktober 12-17 Uhr gehört die Kunsthalle Osnabrück allen, die immer schon einmal mit Tieren tanzen, eine Ketchup-Schlacht veranstalten, einem zufällig Vorübergehenden durch die Stadt folgen, Erwachsene fernsteuern oder eine „Was-passiert-dann-Maschine“ bauen wollten. PLAYING UP ist also genau richtig für Eltern und Kindern, die an zwei Tagen und mitten in der Kunsthalle miteinander spielen, neugierig sein und gemeinsam eigene Versionen berühmter Performances wagen wollen. PLAYING UP ist ein Spiel das Kinder und Erwachsene zusammenbringt!

Alle, die mitspielen möchten, können sich während den Öffnungszeiten in der Kunsthalle bis zum 19. Oktober oder unter 0541-323-2190 anmelden. Alle, die zuschauen möchten, kommen einfach so vorbei.

Termine: 30. September, 12-17 Uhr und 1. Oktober 12-17 Uhr
Spieldauer: mindestens 1 Stunde, Einstieg jederzeit bis 16:00 Uhr
Für Kinder ab 7 Jahren, in Begleitung von mindestens einem Erwachsenen.
PLAYING UP Spieler erhalten freien Eintritt.
Für das nicht mitspielende Publikum gilt der Eintrittspreis.       mehr...


 

Eröffnung: Dienstag, 6. Juni, 18 Uhr, Kunsthalle Osnabrück

Ursprünglich als Parallelveranstaltung zur Biennale in Çanakkale geplant, lädt Osnabrück im Sommer 2017 zum zweimonatigen „Çanakkale Art Walk 2017: Homeland“ ein. Kuratiert wird die Gruppenausstellung von Christian Oxenius in Kooperation mit der CABININ – Çanakkale Biennial Initiative. Vier Institutionen für zeitgenössische Kunst haben sich zu einer gemeinsamen Eröffnung am 6. Juni zusammengeschlossen: die Kunsthalle Osnabrück, das Osnabrücker Museumsquartier (Felix-Nussbaum-Haus/ Kulturgeschichtliches Museum), der Bund Bildender Künstler Osnabrück (BBK) und die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst e.V.

„Canakkale Art Walk 2017: Homeland“  wird am 6. Juni 18 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück, Hasemauer 1, sowie anschließend im Kunst-Quartier des BBK, der Villa Schlikker und der hase29 feierlich eröffnet. Die Begrüßung spricht die Bürgermeisterin Birgit Strangmann. Die Einführung hält der Kurator des „Çanakkale Art Walk 2017: Homeland“ Christian Oxenius.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Städtepartnerschaftsbüro der Stadt Osnabrück und den Freunden der Kunsthalle Osnabrück e.V. durchgeführt. Es wird gefördert von dem Freundeskreis Bildender Künstler (FBK), den Freunden der Kunsthalle Osnabrück, dem ifa-Institut für Auslandsbeziehungen, dem Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V., dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Städtepartnerschaftsbüro der Stadt Osnabrück und der Stiftung Niedersachsen.

Als weiterer Kooperationspartner und Förderer konnte das Morgenland Festival Osnabrück gewonnen werden. Nachdem die finanzielle Unterstützung aus der Türkei aus politischen Gründen weggebrochen war, half das international renommierte Festival aus. Bereits 2011 war das Morgenland Festival mit diversen Formationen zu Gast beim traditionsreichen Troja Festival im türkischen Çanakkale. 2016 war „Heimat“ das inhaltliche Thema.

„Kaum ein Thema hat uns in den letzten Jahren inhaltlich so beschäftigt wie die Frage nach Heimat, menschlich wie künstlerisch. Es ist uns daher eine große Freude, kurzfristig als Kooperationspartner oder „Verbündeter" mit in das spannende Projekt "Çanakkale Art Walk 2017 - Homeland“ einzusteigen. Nicht zuletzt sollte Solidarität gerade in künstlerischen Institutionen eine Selbstverständlichkeit sein und zum Ausdruck bringen, dass knappe Kassen uns Akteure niemals gegeneinander, sondern gerade füreinander agieren lassen.“ (Michael Dreyer, Künstlerischer Leiter des Morgenland Festival Osnabrück. mehr...


 

 

Informationsdruck und mediale Reizüberflutung, Datafizierung und Euphorie im Strudel der Bilder – der digitale Wandel aller Lebensbereiche erzeugt sowohl Angst als auch Faszination. Das Internet ermöglicht Wissenssteigerung und Bildung für alle, genauso wie Echokammern der Gleichgesinnten.
Die Ausstellung des European Media Art Festivals in der Kunsthalle Osnabrück beschäftigt sich ab dem 26. April mit unterschiedlichen Facetten dieses Themas –bis zum 21. Mai 2017.

Brauchen wir eine Wahrheitspolizei gegen Fakes und Hates oder eher mehr Wahrheitskompetenz? Bieten digitale Konsensverfahren eine bessere Demokratie oder werden bald künstliche Intelligenzen die Regierungsaufgaben übernehmen? Das digitale Bild verändert unser Verhältnis zum Körper, zu Empathie und Gewalt.

Dies sind einige der Themenbereiche und Fragestellungen, die in der von Hermann Nöring und Franz Reimer kuratierten Ausstellung verhandelt werden. Die Künstlerinnen und Künstler liefern keine eindeutigen Antworten. Sie geben aber Hinweise darauf, ob eine Wirklichkeit hinter den Bildern erkennbar ist oder welche Möglichkeiten der Reflexion, der kritischen Fokussierung und der gesellschaftlichen Relevanz sich bieten – und welches Potential und welche Bereicherung die digitalen Medien und die Ästhetik des Digitalen eröffnen.

 

Das EMAF präsentiert in diesem Jahr folgende Künstlerinnen und Künstler:

 

Benjamin Adams (D) // Ruben Aubrecht (AT) // Marco Barotti (IT) // Adam Basanta (CA) // Lilli Carré (US) // Yvon Chabrowski (D) // Olivier Cheval (F) // Florent Deloison (F) // Stephanie Glauber (D) // Thomas Hirschhorn (CH) // Sara Hoffmann (D) // Christoph Holtmann (D) // Fabian Kühfuß (D) // Elli Kuruş (D) // Carolin Liebl (D) // Mahan Mehrvarz (IR/US) // Nika Oblak & Primoz Novak (SI) // Julian Öffler (D) // Stefan Panhans (D) // Mario Pfeifer (US/D) // Jon Rafman & Daniel Lopatin (CA) // Veronika Reichl (D) // Stefan Reiss (D) // Alexandra Ehrlich Speiser (D) // Stanza (UK) // Finn Wagner (D) // Stella Wagner (D) // Anne Weyler (D) // Pinar Yoldas (US)    mehr...


 

„Verweile doch (ein Abgesang)“ – diese erste institutionelle Einzelausstellung des kolumbianischen Künstlers Icaro Zorbar in Europa ist der Auftakt des Kooperationsprojekts  „Danse Macabre“, zu dem sich das  Theater Osnabrück, das Felix-Nussbaum-Haus, das Diözesanmuseum und die Kunsthalle Osnabrück zusammengeschlossen haben. Der kolumbianische Künstler Icaro Zorbar verwandelt alte Plattenspieler, Tageslichtprojektoren, Spieluhren, Ventilatoren und  andere Technikrelikte in minimalistische Kosmologien und transformative Dekonstruktionen. Vier Neu-Produktionen und drei in Osnabrück weiterentwickelte, seriell-inszenierte ortsbezogene Klang-Installationen erlauben eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk des in Deutschland weitgehend unbekannten Künstlers.


Die Faustische Anspielung des „Verweile doch! Du bist so schön!“ deutet Zorbar in ein  künstlerisches Bekenntnis zur Entschleunigung um. Die ortsbezogenen Installationen im ehemaligen Kirchenraum sind ein Versuch, sich den offenkundigen Krisenphänomenen des 21. Jahrhunderts durch Transparenz, Analyse und Offenlegungen zu nähern. Die z.T. aus internationalen Sammlungen und Museen entliehenen Kunstobjekte des 39-jährigen Künstlers geben dem Publikum die Gelegenheit, sich mit den Konstruktionsplänen des  analogen Zeitalters zu beschäftigen, sie machen Beteiligung und Partizipation möglich.

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Die Ausstellung „Installation Nr. 29 (Neues Rathaus)“ (18.11.2016-8.1.2017) in der Kunsthalle Osnabrück ist Jan Tichys erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Im verdunkelten Kirchenschiff der ehemaligen Dominikaner Kirche installiert Tichy eine multiperspektive, vierfachsynchronisierte Lichtarchitektur mit einer Projektionslänge von 50 Metern; sie ist damit eine der größten Innenraum-Projektionen überhaupt. Die von Julia Draganović und Barbara Kaesbohrer kuratierte Ausstellung zeigt insgesamt 40 Arbeiten des in Chicago lebenden Künstlers. Im Kreuzgang der Kunsthalle wird eine Serie von Pentagon-Drucken in Kombination mit Videoarbeiten präsentiert. Sechs neue Produktionen sind 2016 in Deutschland entstanden, vier davon in Osnabrück: die „Installation Nr. 29 (Neues Rathaus)“, die #lichttraeger, „Changing Osnabrück“ und „German Nature“. mehr...


Ayumi Paul : „I hear light“ (Sound-Performance) Sonntag, 8. Januar, 12 - 18 Uhr Am letzten Tag der Ausstellung „Jan Tichy: Installation Nr. 29 (Neues Rathaus)“

 

Seit ihrer ersten Performance im Juni 2015 (im Rahmen des Projekts “Konkret mehr Raum”) hat die Violinistin Ayumi Paul in der Kunsthalle Osnabrück eine “sound collection” angelegt. Während der Performance „I hear light“ am Sonntag, den 8. Januar (12-18 Uhr) soll diese akustische Sammlung mit Hilfe von mp3-Modulen und Lautsprechern erneut zu einer ortsspezifischen “Ton-Landschaft” (“soundscape”) verdichtet werden. Jedes einzelne “Sound-Modul” wird seinen Ort auf der umlaufenden, von Michael Beutler gestalteten Sitzformation finden und verkörpert einen spezifischen Sound. Jeder Tonkörper ist verwoben mit der Live-Performance, mit dem Raum und seinen Besuchern. Die Gleichzeitigkeit der gespeicherten, an sich ungleichzeitigen akustischen Ereignisse erweitert die Zeit-Wahrnehmung und ermöglicht eine (synästhetische) Erfahrung, die eingebettet ist in einen stetigen Prozess des Wandels.

Während der Performance kommt es zu einer fortwährenden und gegenseitigen Beeinflussung im Wechselspiel neuer Wahrnehmungsformationen. Bereits am 20. November 2016 hatte Ayumi Paul Improvisationen mit ihrem Kunsthallen-Tonarchiv vorgestellt. Am 8. Januar wird sie ihre gesamte hörbare Ausstellungsgeschichte in der Kunsthalle vorstellen. Entwickelt wurde diese Sound-Performance im engen Dialog mit Jan Tichy. Die Ausstellung „Installation Nr. 29 (Neues Rathaus)“ endet am 8. Januar 2017. Die Künstlerin dankt Ivo Wessel für die Unterstützung und Hilfe bei der technischen Realisierung und der Berliner Designerin Isabel Vollrath für den Entwurf und die Anfertigung des Kostümes für „I hear light“. 

Weitere Informationen: www.kunsthalle.osnabrueck.deFörderer (Kunsthalle Osnabrück):

Das Jahresprogramm der Kunsthalle wird in Zusammenarbeit mit den Freunden der Kunsthalle e. V. durchgeführt und durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Jan Tichys Ausstellung hat eine Förderung durch das Artis Grant Program (www.artiscontemporary.org) erhalten. Die Freunde der Kunsthalle erhielten für dieses Projekt eine Spende der COLLEGIUM Vermögensverwaltung AG.


 

Vom 17. Juli bis zum 30. Oktober präsentiert die Kunsthalle Osnabrück die künstlerische Installation „Forma Forma“ von David Rauer und Joshua Sassmannshausen. mehr...

Interview mit uns : wir wagen Fragen und Antworten zur aktuellen Ausstellung „Forma Forma“ von David Rauer und Joshua Sassmannshausen


Sonntag 16. Oktober um 11 Uhr in der Kunsthalle Osnabrück

Ohne Aufpreis zum Kunsthallen- Eintrittsticket!
Die Studierenden der Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück, Sarah Ramlow, Sarah Kather, Stefan Spitzer und Kai Jobusch, haben unter der Leitung von Prof. Dr. Helen Koriath, Professorin für moderne und zeitgenössische Kunst,  Besucherinnen und Besucher der Kunsthalle Osnabrück vor der Begehung der aktuellen Ausstellung nach ihren Erwartungen befragt und ein weiteres Mal direkt im Anschluss daran. Sie versuchten herauszufinden, welche Gedanken, Gefühle und Fragen sich während des Ausstellungsbesuches und direkt danach eingestellt haben.

Die geführten Gespräche sowie Beobachtungen und Erfahrungen der Studierenden bilden die Grundlage und den Ausgangspunkt für das Nachdenken über ein Netz möglicher Verbindungen, in das "Forma Forma" als ein sinnliches "Live- Erlebnis- Angebot" eingewoben werden kann.


Ernesto Pujol: Systems of Weigh

 

Der in New York lebende Performancekünstler Ernesto Pujol entwickelt für die Kunsthalle Osnabrück eine neue ortsbezogene Gemeinschaftsperformance: Systems of Weight. In der gemeinschaftlichen Erfahrung des stillen Gehens will der Sozial-Choreograph die Leichtigkeit und Schwere von Vergangenheit und Vergangenem erfahrbar machen.


 

Visionäres und eine mögliche Zukunft des Visuellen zeigt in der Kunsthalle Osnabrück die Ausstellung des EMAF 2016, die über das Festival hinaus noch bis zum 22. Mai 2016 in der Kunsthalle Osnabrück zu sehen sein wird.
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Ein Ausstellungs-, Performance- und Workshop-Projekt von Maria José Arjona 

31. Januar bis 28. März 2016, Kunsthalle Osnabrück

You Are Splendid! ist das Ergebnis eines mehr als zweijährigen Forschungsprojektes, welche die kolumbianische Künstlerin...

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In der Kunsthalle Osnabrück ist die Ausstellung „IRWIN: Wo denkst du hin?!“, noch bis zum 10. Januar zu sehen. Die Ausstellung stellt die zweite Etappe einer Zusammenarbeit zwischen der Galleria civica in Modena, Italien, dem Łažnia Center for...

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Ausstellungs-Archiv


2015

 

Michael Beutler, Künstler – Etienne Descloux, Architekt
vom 12. September 2014 bis 11. Januar 2015

Reanimation Library
8. Februar bis 29. März 2015

Was für ein Fest?
8. Februar bis 29. März 2015

DIES IST MORGEN

28. European Media Art Festival
22. April bis 25. Mai 2015

Rüdiger Stanko: „Die Farbe der Zukunft“
ab 12. Mai 2015

Konkret mehr Raum
13. Juni bis 13. September 2015


2014


2013


2012

 

turbulence - Wolfgang Petrick
22.9.2012 bis 2.12.2012

European Media Art Festival
24. April bis 28. April

"Zwischen den Zeiten"
22. Januar bis 25. März

Objekte und Installationen - Baldur Burwitz
10.6.2012 bis zum 9.9.2012

"Portraits" - Michael Dannenmann
10.6.2012 bis zum 9.9.2012


2011


2010


2009

 

''Bad Luck''
7. November 2008 bis 3. Januar 2009

"Magie der Farbe. Pastose Malerei, Farbkörper, Farbräume"
11. Januar bis 22. März

Skulpturen und Bilder von Klaus Reincke
24. Januar bis 15. März

European Media Art Festival
22. April bis 26. April 2015

All the Great Modern Things - Chinese Pop
24. Oktober bis 3. Januar 2010

2008


2007

 

"Realities" von Helle Jetzig in der Kunsthalle Dominikanerkirche
vom 9. Dezember 2006 bis 13. Januar 2007

"Wanderer zwischen zwei Welten"
18. Januar bis 8. April

Rauminstallation ''Movement''
10. Februar bis 8. April

Ausstellung zum European Media Art Festival
25. April bis 29. April

"einAnder"
23. Juni bis 12. August

Ausstellung "Licht - Glas - Transparenz"
15. September bis 28. November


2006

 

Arbeiten von Josevan Tubergen und Nina Tehler
26. November 2005 bis 12. Januar 2006

Arbeiten von Rainer G. Mordmüller
26. November 2005 bis 7. Januar 2006

Ausstellung von Kunstrebell Werner Büttner
22. Januar bis 9. April

European Media Art Festival
Vom 25. April bis 29. April

arte regionale IV "Wahlverwandtschaften"
2. Juli bis 27. August

Die Anwesenheit der Figur. Malerei und Skulptur
bis zum 15. November


2005

 

Große Resonanz auf 18. EMAF
20. April bis zum 24. April

Werke von Rudolf Englert
bis zum 21. August

Ausstellung "Remission III"
bis Sonntag, 28. August

Panoramagemälde von Heiner Altmeppen
bis zum 4. Dezember


2004

 

Ausstellung Gedächtnisbilder
23. November 2003 bis 18. Januar 2004

Künstlerin Yotta Kippe schenkt drei Arbeiten
bis zum 1. Februar

Arbeiten von Johannes Heisig
24. Januar bis 28. März

Stefan Roloff: When 6 is 9
7. Februar bis 4. April

EMAF 2004
21. April bis 25. April

Präsentation in Berlin
Bis Ende April 2004

Ihr seid das Salz der Erde
19. Juni bis 19. September

Das legendäre Silikonzimmer
bis zum 12. September


2003

 

Porträts von Willy Brandt
16. Februar bis 13. April

Fettings Willy-Brandt-Skulptur dauerhaft in Osnabrück!

Human Landscape
2. März bis 13. April

European Media Art Festival
23. April bis 27. April

Querschnitt der Osnabrücker Kunstszene
21. Juni bis 24. August

Neue figürliche Skulpturen von Robert Stieve
12. September bis 12. November

Kunstmarathon in der Dominikanerkirche
13. September bis 14. September

Gezeiten
13. September bis 16. November


2002

 

Volkskunst
1. Dezember 2001 bis 17. Februar

Hautnah
18. November 2001 bis 17. Februar

Et in arkadia ego
24. Februar bis 14. April

Pflanzenmenschen
3. März bis 14. April

EMAF 2002
24. April bis 28. April

Twentyseven Points
2. Juni bis 11. August

Fotografiezyklen von Herlinde Koelbl
25. August bis 27. Oktober

Gaumenfreuden
7. September bis 27. Oktober

the game
9. November bis 2. Februar 2003


2001

 

 Die Höhle füllt den Berg
24. Februar bis 16. April

Tagebuch eines Innenhofs
4. März bis zum 27. Mai

2 x 2 Intersections
4. März bis zum 16. April

Malerei, Arbeiten 1997-2001
17. Juni bis 5. August 2001

Objekte und Bilder des Comic-Avantgardisten Atak
24. Juni bis zum 5. August

Zeitgeist auf vier Rädern
17. August bis 21. Oktober

Volkskunst
1. Dezember 2001 bis 17. Februar 2002

 

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück