Andrea Mastrovito : Symphonie eines Jahrhunderts 11. Februar – 2. April 2018 Eröffnung: Sonntag, 11. Februar, 11 Uhr

 

In der Kunsthalle Osnabrück erhält der Film seine Deutschlandpremiere und wird darüber hinaus erstmals als Installation gezeigt. Andrea Mastrovito projiziert den Film im Chor des Kirchenschiffs auf eine Wand, die aus rund 5.000 Büchern besteht, die aus den Beständen der Stadtbibliothek Osnabrück stammen. Literaturkenner und Leser aus Osnabrück und Umgebung waren aufgerufen, Buchtitel zu Angst einflößenden Themen aus den Bibliotheksbeständen auszusuchen und Empfehlungen für die Bücherwand zu geben.

Der Film wird von einer Partitur begleitet, die von Simone Giuliani komponiert wurde und in Osnabrück Teil der Filmpräsentation ist. Mastrovito lädt jeweils Künstler vor Ort dazu ein, den Film improvisatorisch oder mit eigenen Kompositionen zu begleiten. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (Lehrstuhl für Jazzgitarre) wird es vier Live-Musik-Aufführungen geben. Die Urban Outreach Band der Jazz-Klasse von Frank Wingold begleitet eine der zentralen Arbeiten der Ausstellung: den Stummfilm „NYsferatu. Symphony of a Century“.

Termine der Sonntags-Matinée – jeweils 11-12 Uhr:

18. Februar, 4. März, 18. März, 1. April: Urban Outreach Band, Stummfilmbegleitung „NYsferatu. Symphony of a Century“
25. März: "this honourable fish“ (Anja Kreysing, acc. / elec. & Helmut Buntjer, tb / elec.) : Live-soundtrack für "NYsferatu" von Andrea Mastrovito

Die Teilnahme an den Konzerten ist im Eintrittspreis zur Ausstellung inbegriffen.

 

Die Besucher erwartet darüber hinaus ein rund 28 Meter langer Fries von mehr als 400 Zeichnungen auf Objekten, Büchern und Schallplatten die vor Ort für das Kirchenschiff angefertigt wurden und den Titel der Ausstellung tragen: Symphonie eines Jahrhunderts. Zu den eigens für die Kunsthalle angefertigten Produktionen dieser Ausstellung gehört eine 18 Meter lange farbige Fensterwand für das Forum der Kunsthalle Osnabrück, mit der Mastrovito - inspiriert von Albrecht Dürer – die „Melancholie des Unsichtbaren Mannes“ erzählt.

 

Kuratiert wird die Ausstellung von Julia Draganović: „Andrea Mastrovito ist ein Zeichner, der mit leichter Hand die unterschiedlichsten Materialien zu bearbeiten weiß und mit Witz und Intelligenz auch schwierige Themen, wie die momentan allgegenwärtige Angst einer visuellen Analyse unterzieht, ohne dieselbe damit weiter zu schüren“, so die Direktorin der Kunsthalle Osnabrück.

Die Ausstellung wird gefördert von den Freunden der Kunsthalle Osnabrück und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.