Marktplatz Osnabrück- bis November 2017 Kunsthalle Osnabrück- bis Januar 2018 Kuratiert von Valerie Schwindt- Kleveman und Dr. Julia Draganovic

 

Felice Varini übergibt geometrischen Farbkompositionen die Regie 

Mit The Gildewart Line von Pedro Cabrita Reis an der Außenfassade der ehemaligen Dominikaner Kirche wurde dem Osnabrücker Stadtbild im Sommer 2015 erstmals eine geometrische Konstruktion geschenkt, die über sich hinaus weist. Die Ausstellung „Konkret mehr Raum“ hatte bereits vor zwei Jahren die Frage aufgeworfen, ob geometrische Formen das Potential haben können, soziale Bedeutungshorizonte zu berühren. An diese „Konkreten Diskurse“ knüpft das von Dr. Julia Draganović und Valérie Schwindt-Kleveman kuratierte Projekt an. Die zeichnerische Intervention, die seit Ende April in Osnabrück zu sehen sind, entwickelt den von Jan Tichy geprägten Begriff des „Social Formalism“ fort.

Für das Kirchenschiff der Kunsthalle Osnabrück hat Felice Varini eine Doppel-Komposition geschaffen. Auch sie inspiriert zu Fragen nach zeitgemäßen Modellen der Gemeinschaftsbildung  und spiegelt sie in den ehemaligen kirchlichen Versammlungsraum zurück. Nicht um zu postulieren, sondern um zu reflektieren. Der Positionswechsel des Betrachters spielt auch hier eine wichtige Rolle: Was bedeutet „Zentralperspektive“? Sind geometrische Formen in der Lage, soziale Bedeutungshorizonte zu verschieben? Wie funktioniert „Common Sense“ im Spannungsfeld von Religion und Gemeinschaftsbildung in weitgehend säkularisierten Gesellschaften?

Biografie: Felice Varini wurde 1952 in Locarno, Schweiz geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er realisierte Installationen im öffentlichen Raum und zahlreichen in Museen in Europa und den USA. 2016 widmete ihm das MAMO in Marseille in dem von Le Corbusier konstruierten Gebäude eine Einzelausstellung. 

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit Glossar und einem Vermittlungsprogramm gefördert durch die Felicitas und Werner Egerland Stiftung.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit den Freunden der Kunsthalle Osnabrück e.V. statt. Diese erhielten Förderung und Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Osnabrück. Die Ausstellung wurde unterstützt durch  die COLLEGIUM Vermögensverwaltung AG, die H. Peschke Bedachungs GmbH und die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.
Förderer der Kunsthalle sind das Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte.

Weitere Informationen: www.varini.org

Die Ausstellung auf dem Marktplatz ist noch bis November zu sehen, die Doppel-Komposition in der Kunsthalle Osnabrück bis Januar 2017.

Presse: Verena Voigt PR | kontakt(at)verena-voigt-pr.de | M 0163 191 1669

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück