Eine kurze Geschichte der Kunsthalle Osnabrück

Die Kunsthalle Osnabrück befindet sich in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Dominikanerkirche mit angeschlossenem Klosterkomplex im Herzen der Stadt Osnabrück. Als „Kloster zum heiligen Kreuz“ für den Bettelorden der Dominikaner im gotischen Stil erbaut, reichen die Ursprünge des Bauwerks bis ins Jahr 1283 zurück. Es folgte eine wechselvolle Geschichte, in deren Verlauf Teile der Gebäude immer wieder durch Brand, Plünderung oder Krieg zerstört und neu aufgebaut wurden. 

Während der Napoleonischen Kriege fielen Dominikanerkirche und -kloster 1803 schließlich der Säkularisation zum Opfer und erhielten als Exerzierhalle und Magazin einer Infanteriekaserne eine profane Bestimmung. Den Bombenangriffen der Alliierten während des Zweiten Weltkrieges, bei denen Osnabrücks mittelalterliche Altstadt zu 94 Prozent zerstört wurde, konnte auch die Dominikanerkirche nicht standhalten.

In der Nachkriegszeit diente das Kirchenschiff vorübergehend als Lagerstätte für die Kulissen des Theaters. Erst im Zuge der Sanierung der Altstadt wurde das städtebauliche Juwel wiederentdeckt, in den 1960er-Jahren restauriert und Schritt für Schritt als Ort der Begegnung mit bildender Kunst gestaltet.

Nach einer erneuten Renovierung im Jahr 1992 wurde der bis dato hauptsächlich für Ausstellungen und Konzerte genutzte Mehrzweckveranstaltungsraum durch den Rat der Stadt seiner endgültigen Bestimmung als Ausstellungszentrum und Diskussionsforum für zeitgenössische Kunst übergeben.