William Engelen: Gebrauchsspuren

Detail aus der Partitur "Gebrauchsspuren"

 

Eine musikalische Intervention auf dem Platz vor der St. Katharinenkirche in Osnabrück, vor dem Lortzinghaus

am 22. September 2018

um 12 , 13, 15 und 16 Uhr

Jede Aufführung dauert 30 Minuten.

 

Vorbeischauen und Platz nehmen!

Unsere Einladung zum spätsommerlichen Konzert dürfen Sie gern spontan wahrnehmen, im Vorbeigehen oder auf dem Weg zum Wochenmarkt. Insgesamt 20 Stühle werden unübersehbar auf der Straße zum Platznehmen bereit stehen – ohne Anmeldung und ohne Ticket.

William Engelens Komposition Gebrauchsspuren wird vom kanadischen Pianisten Benoit Gagnon dargebracht und für alle Passanten, Flaneure und lauschend Sitzenden live zu hören sein.

Der Nachmittag auf dem Vorplatz von St. Katharinen ist der Beginn eines länger andauernden Projektes: William Engelen wird ab dem 4. November 2018 bis zum 20. Januar 2019 die Kunsthalle Osnabrück mit seinen „Partituren für Osnabrück“ füllen. Dafür produziert er nun nicht nur Klänge sondern auch Bilder: Filmaufnahmen des Pianisten wie auch von denjenigen Zuhörern, die einem Filmen aus der Distanz zustimmen, werden in der Ausstellung ebenso zu sehen sein, wie William Engelens ungewöhnliche Partituren.

William Engelen wurde 1964 in Weert, Niederlande geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Zu seinen Ausstellungen gehören: Ambitus, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg (2018); Spiele es bitte noch mal Lenka, Staatstheater Hannover (2018);  Extended composition, CentrePasquArt, Biel, Schweiz (2017); Utopie Streichquartett, Akademie der Künste Berlin (2017); Wir geben den Ton an, Kupferstichkabinett, Berlin (2017); Falten, Drawing Center, New York, USA (2013); Drawing a universe, Kai 10, Düsseldorf (2013); I wish this was a song, Nasjonalmuseet for kunst, arkitektur og design, Oslo, Norwegen (2012); Music Box, Haus am Waldsee, Berlin (2011); Das Gespinst, Museum Abteiberg, Mönchengladbach (2009).

William Engelens Projekt wird unterstützt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Die Kunsthalle dankt der Loge zum Goldenen Rade, die die Räumlichkeiten des Lortzinghauses sowie den Flügel für diese musikalische Intervention zur Verfügung stellen.

 

Weitere Informationen zum Künstler unter www.william-engelen.de


Christoph Faulhaber: #1 Paradies, 2018, Foto: Friso Gentsch

 

Als Hamburger Künstler ist Christoph Faulhaber in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland sondern auch international bekannt geworden. Der Mittvierziger studierte Architektur und Kunst und hat eine höchst abwechslungsreiche Lebensgeschichte, die ihn quer durch Europa, die USA, Lateinamerika und Asien geführt hat. Es mag den Chronisten verziehen werden, dass in Vergessenheit geriet, woher er wirklich stammt – aus Osnabrück nämlich! Die Kunsthalle Osnabrück widmet Christoph Faulhaber nun seine erste Einzelausstellung in seiner Heimatstadt und hat den Ehrgeiz, damit auch einen Überblick über sein bisheriges Schaffen zu geben. Rund 20 seiner Projekte werden daher im ehemaligen Dominikanerkloster vorwiegend als Dokumentationen dargestellt. Hilfreich ist dabei, dass Faulhaber 2014 eine Art filmischer Biographie vorgelegt hat, die selbstverständlich gezeigt werden wird. Unter dem Titel „Jedes Bild ist ein leeres Bild“ erzählt Faulhaber dort seinen künstlerischen Werdegang. Der ist gespickt mit provokativen Aktionen und Performances, die ihm so manche Probleme eingetragen haben.  Im Zentrum von Faulhabers Arbeit steht häufig die Frage nach Macht. Wer hat Macht und übt sie wie und wo aus?

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Carmen Einfinger: Südsee an der Hase

Carmen Einfinger: Südsee an der Hase, 2018, Foto: Angela von Brill.

 

16. Juli bis 21. Oktober 2018

Platz des 20. Juli

Eine Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Carmen Einfinger, der Kuratorin Claudia Löffelholz, der Kunsthalle Osnabrück und dem Projektbüro des Fachbereichs Kultur.

Im Rahmen des Kulturextras "Raum" der Stadt Osnabrück, finden in der Zeit vom 16. Juli bis 21. Oktober Projekte von Kunst- und Kulturschaffenden statt. Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt mit Projektförderung des Fachbereichs Kultur gibt die Möglichkeit, den Raum zu gestalten, zu untersuchen und zu bespielen. Die Kunsthalle Osnabrück realisiert in diesem Kontext "Südsee an der Hase" der brasilianischen Künstlerin Carmen Einfinger auf dem Platz des 20. Juli neben der Kunsthalle. Mit dieser ortsspezifischen Arbeit verwandelt sie den Platz vor der ehemaligen Dominikanerkirche in eine Südseeinsel. Die Künstlerin realisiert dort eine hohe farbenfrohe Palme mit der von ihr oft verwendeten Technik: aus Leinwandstoff und Acrylfarbe entstehen unter ihren Händen Installationen, Interventionen und Bilder, die unsere gewohnte Wahrnehmung des öffentlichen Raums verändern.

Die Installation setzt sich mit der Bedeutung der Palme als eines der ältesten bekannten Pflanzensymbole der Menschheit, aber auch mit ihrer religiösen Symbolik von der Antike, über das Juden- bis zum Christentum auseinander. Gleichzeitig steht die Palme in der heutigen Zeit auch als Sehnsuchtsbild für Süden, Wärme, Strand und Meer - sieht man eine Palme, ist der Gedanke an den Urlaub und die Südsee nicht weit. Wie viele Osnabrücker haben zu Hause Zimmerpalmen oder zumindest ein Foto der Südsee, die sie in die weite Ferne tragen?

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Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück