„Verweile doch (ein Abgesang)“ – diese erste institutionelle Einzelausstellung des kolumbianischen Künstlers Icaro Zorbar in Europa ist der Auftakt des Kooperationsprojekts  „Danse Macabre“, zu dem sich das  Theater Osnabrück, das Felix-Nussbaum-Haus, das Diözesanmuseum und die Kunsthalle Osnabrück zusammengeschlossen haben. Der kolumbianische Künstler Icaro Zorbar verwandelt alte Plattenspieler, Tageslichtprojektoren, Spieluhren, Ventilatoren und  andere Technikrelikte in minimalistische Kosmologien und transformative Dekonstruktionen. Vier Neu-Produktionen und drei in Osnabrück weiterentwickelte, seriell-inszenierte ortsbezogene Klang-Installationen erlauben eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk des in Deutschland weitgehend unbekannten Künstlers.


Die Faustische Anspielung des „Verweile doch! Du bist so schön!“ deutet Zorbar in ein  künstlerisches Bekenntnis zur Entschleunigung um. Die ortsbezogenen Installationen im ehemaligen Kirchenraum sind ein Versuch, sich den offenkundigen Krisenphänomenen des 21. Jahrhunderts durch Transparenz, Analyse und Offenlegungen zu nähern. Die z.T. aus internationalen Sammlungen und Museen entliehenen Kunstobjekte des 39-jährigen Künstlers geben dem Publikum die Gelegenheit, sich mit den Konstruktionsplänen des  analogen Zeitalters zu beschäftigen, sie machen Beteiligung und Partizipation möglich.  mehr...


Çanakkale Art Walk 2017: HomelandOPEN CALL – Bewerbung bis 14. April 2017, 6. Juni - 6. August 2017

 

Ausstellungsorte:
Kunsthalle Osnabrück, Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum (Villa Schlikker),  Kunstquartier des BBK, Gesellschaft für Zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V. – Hase 29, Kuratiert von Christian Oxenius, Osnabrück

Seit 2004 sind Osnabrück und die türkische Küstenstadt Çanakkale in einer Städtepartnerschaft verbunden. Auf Einladung des BBK Osnabrück unter Leitung von Jens Raddatz war bereits 2015 die 4. Çanakkale Biennale unter dem Titel „Fragments. Çanakkale Art Walk“ zu Gast in Osnabrück. Im Sommer 2016 einigten sich die Kunsthalle Osnabrück, der BBK und die Gesellschaft für Zeitgenössische Kunst Osnabrück – Hase 29 darauf, das deutsch-türkische Kooperationsprojekt auf eine breitere Basis zu stellen und im Rahmen des 2. Çanakkale Art Walk 2017 die Zusammenarbeit mit Künstlern, die sich für die Teilnahme bewerben können, zu intensivieren. Der Kurator Christian Oxenius, der im engen Kontakt zur Çanakkale Biennale steht, konnte  für die Leitung des Projekts gewonnen werden. Doch die Planungen wurden durch die politischen Entwicklungen in der Türkei durchkreuzt: Zwei Wochen vor der geplanten Eröffnung der 5. Çanakkale Biennale mit dem Titel „Homeland“ trat die künstlerische Leiterin Bernal Madra aus politischen Gründen zurück. Die für 24. September 2016 geplante Eröffnung der Biennale wurde abgesagt.

Die Organisatoren der Çanakkale Biennale und die Osnabrücker Kollegen und Künstler des Çanakkale Art Walks 2017 formierten sich im Schulterschluss: Man war sich einig, den Canakkale Art Walk 2 dennoch in Osnabrück zu realisieren. “Das auf die Dichotomie von Heimat und Migration angelegte türkische Konzept der 5. Çanakkale Biennale soll dabei nicht 1:1 nach Osnabrück transferiert werden. Vielmehr soll die gesamtpolitische Situation und die Zuwanderungssituation in beiden Ländern u.a. durch Zusammenarbeiten mit deutschen Künstlern reflektieren werden.”, erklärt der Kurator Christian Oxenius. Vor diesem Hintergrund laden die Kooperationspartner zu einem Open Call für “Homeland - Çanakkale Art Walk” ein, zu dem sich auch Künstler aus anderen Ländern bewerben können.Gleichzeitig erarbeitet Christian Oxenius eine internationale Künstlerliste, die durch die Neueinreichungen  ergänzt wird. Bisher veröffentlicht sind Halil Altindere, Zehra Arslan, Cana Bilir-Meier, Burçak Bingöl, Hera Buyuktasciyan, Aissa Deebi, Ahmet Elhan, Köken Ergun, Jakob Gautel, Aikaterini Gegisian, Ghazel, Jun’ichiro Ishi, Pravdoliub Ivano, Birgit Johnsen and Hanna Nielsen, JR, Reysi Kamhi, Kalliopi Lemos, Boris Mikhailov, Eleni Mylonas, Felix Nussbaum, Julie Roch-Currier, Akam Shex Hadi, Soheila Sokhanvari, Panos Tsagaris, Stefanos Tsivopoulos und Viron Erol Vert. 

Der 2. Çanakkale Art Walk in Osnabrück findet vom 6. Juni  bis zum 6. August 2017.

Bewerbungsschluss ist der 14. April 2017. Die eingereichten Arbeiten werden vom Kuratoren-Team juriert.

Die Bewerber werden am 2. Mai per E-Mail benachrichtigt.

Sie sind selbst verantwortlich für die Produktion und den Transport ihres Werkes.

Mit der Teilnahme werden die genannten Richtlinien akzeptiert.

Das Konzept:

„Homeland“ im Sinne von Heimat ist ein Raum, ein Ort, der zwar von anderen bestimmt wird, in den wir hinein geboren werden, der die eigene Identität beeinflusst, der aber täglich neu definiert werden muss und Veränderungen unterliegt. Was ist das Besondere an Homeland/Heimat in einer historisch bedeutsamen Zeit, in der Länder und Staaten sich zusehends mit Zäunen und Mauern umgeben? Der zweite Çanakkale Art Walk bittet um Einreichungen, die diesen zentralen Begriff u.a. im Spannungsfeld von (Staats-)Bürgerschaft, Vertreibung und kultureller Vielfalt reflektieren.

Richtlinien für die Bewerbung:

Alle künstlerischen Technik sind zugelassen. Es sind Einzel- und Gruppenbewerbungen möglich. Jede/r Künstler/in darf sich nur einmal bewerben. Bewerbungsunterlagen sind in Deutsch oder Englisch einzureichen. Die Bewerbung kann ausschließlich per E-Mail an call@caw.bbk-osnabrueck.de angekommen werden. Sie muss folgende Informationen enthalten: Titel und Kurzbeschreibung der Arbeit (max. 300 Wörter), Technik, Maße und Gewicht, Produktionsjahr, Abbildungen des Werkes (max. 5 Bilder), Kurzvita (max. 1 Seite).

Die Arbeiten werden in der Kunsthalle Osnabrück, in der Villa Schlikker, im Kunst-Quartier des BBK, im Kunstraum hase29 sowie weiteren Orten der Stadt präsentiert. Gefördert wird das Projekt unter anderem durch das Städtepartnerschaftsbüro der Stadt Osnabrück, die Stadt Çanakkale, die Stiftung zur Förderung der Präsentation türkischer Künstler im Ausland SAHA und die Ruya Foundation.

Weitere Informationen zum Projekt :  http://caw.bbk-osnabrueck.de/

Presse: Verena Voigt PR | M 0163 191 1669 | kontakt@verena-voigt-pr.de


 

Die Kunsthalle Osnabrück bietet ein neues Vermittlungsprogramm an: „die Rakete“. Nun wurden drei „Raketen“ vorgestellt, die im Rahmen einer fast einjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Vermittlungsteam der Kunsthalle, dem technischen Mitarbeiter der Kunsthalle, dem Masterstudiengang Kunst und Kommunikation der Universität Osnabrück unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Brenne sowie seiner Mitarbeiterin Nikola Dicke und den beiden Künstlern David Rauer und Joshua Sassmannshausen entstanden sind. mehr ...


Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück