Christoph Faulhaber: #1 Paradies, 2018, Foto: Friso Gentsch

 

Eröffnung: 15. Juni 18Uhr

Als Hamburger Künstler ist Christoph Faulhaber in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland sondern auch international bekannt geworden. Der Mittvierziger studierte Architektur und Kunst und hat eine höchst abwechslungsreiche Lebensgeschichte, die ihn quer durch Europa, die USA, Lateinamerika und Asien geführt hat. Es mag den Chronisten verziehen werden, dass in Vergessenheit geriet, woher er wirklich stammt – aus Osnabrück nämlich! Die Kunsthalle Osnabrück widmet Christoph Faulhaber nun seine erste Einzelausstellung in seiner Heimatstadt und hat den Ehrgeiz, damit auch einen Überblick über sein bisheriges Schaffen zu geben. Rund 20 seiner Projekte werden daher im ehemaligen Dominikanerkloster vorwiegend als Dokumentationen dargestellt. Hilfreich ist dabei, dass Faulhaber 2014 eine Art filmischer Biographie vorgelegt hat, die selbstverständlich gezeigt werden wird. Unter dem Titel „Jedes Bild ist ein leeres Bild“ erzählt Faulhaber dort seinen künstlerischen Werdegang. Der ist gespickt mit provokativen Aktionen und Performances, die ihm so manche Probleme eingetragen haben.  Im Zentrum von Faulhabers Arbeit steht häufig die Frage nach Macht. Wer hat Macht und übt sie wie und wo aus?

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Carmen Einfinger: Südsee an der Hase

Carmen Einfinger: Südsee an der Hase, 2018, Foto: Angela von Brill.

 

16. Juli bis 21. Oktober 2018

Platz des 20. Juli

Eine Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin Carmen Einfinger, der Kuratorin Claudia Löffelholz, der Kunsthalle Osnabrück und dem Projektbüro des Fachbereichs Kultur.

Im Rahmen des Kulturextras "Raum" der Stadt Osnabrück, finden in der Zeit vom 16. Juli bis 21. Oktober Projekte von Kunst- und Kulturschaffenden statt. Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt mit Projektförderung des Fachbereichs Kultur gibt die Möglichkeit, den Raum zu gestalten, zu untersuchen und zu bespielen. Die Kunsthalle Osnabrück realisiert in diesem Kontext "Südsee an der Hase" der brasilianischen Künstlerin Carmen Einfinger auf dem Platz des 20. Juli neben der Kunsthalle. Mit dieser ortsspezifischen Arbeit verwandelt sie den Platz vor der ehemaligen Dominikanerkirche in eine Südseeinsel. Die Künstlerin realisiert dort eine hohe farbenfrohe Palme mit der von ihr oft verwendeten Technik: aus Leinwandstoff und Acrylfarbe entstehen unter ihren Händen Installationen, Interventionen und Bilder, die unsere gewohnte Wahrnehmung des öffentlichen Raums verändern.

Die Installation setzt sich mit der Bedeutung der Palme als eines der ältesten bekannten Pflanzensymbole der Menschheit, aber auch mit ihrer religiösen Symbolik von der Antike, über das Juden- bis zum Christentum auseinander. Gleichzeitig steht die Palme in der heutigen Zeit auch als Sehnsuchtsbild für Süden, Wärme, Strand und Meer - sieht man eine Palme, ist der Gedanke an den Urlaub und die Südsee nicht weit. Wie viele Osnabrücker haben zu Hause Zimmerpalmen oder zumindest ein Foto der Südsee, die sie in die weite Ferne tragen?

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Ernesto Pujol: Die Zuhörenden


Eine partizipative Gruppenperformance am 25. August im Friedenssaal des Rathauses zu Osnabrück

Für den 25. August lädt die Kunsthalle Osnabrück gemeinsam mit städtischen Bühnen in den Friedenssaal ein. Im Rahmen von ECHY, dem Europäischen Kulturerbe-Projekt, das im August 2018 Jugendliche aus ganz Europa in die Stadt bringen wird, wird unter der Leitung von Ernesto Pujol eine Gruppenperformance entstehen: „Die Zuhörenden“ sind Menschen im Alter von 18 und 80 Jahren, die mit Pujol das stille und aufmerksame Zuhören geübt haben. Im Friedenssaal werden Sie am 25. August vom Sonnenaufgang bis Mitternacht – also auch während der Kulturnacht - jedem, der etwas „loswerden“, der eine Geschichte erzählen oder seine Gedanken durch Aussprechen ordnen möchte, ihr Ohr leihen. Der Friedenssaal ist dafür ein wichtiger Ort, der daran erinnern mag, dass Zuhören eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, wenn man Konflikte zu lösen hat.

 

 


Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück