Zum Konzept der Kunsthalle Osnabrück gehört es,  Metaphern temporärer Gemeinschaftsbildungsprozesse zu schaffen. Die geometrischen Formationen, die Felice Varini für den Marktplatz in Osnabrück und für die Kunsthalle konzipiert hat, fügen sich in die Reihe von Projekten ein, in denen Künstlerinnen und Künstler zusammen mit dem Publikum neue Gemeinschaftserfahrungen performen.
Es begann mit Michael Beutler und Etienne Descloux,  die das Kirchenschiff 2014 in ein Forum für gemeinschaftliche Kunstverfahrungen verwandelte, indem sie eine umlaufende Sitzbank mit 150 Lauflänge installierten. Die Projekte von Jorge González, IRWIN, Maria José Arjona, Ernesto Pujol und Jan Tichy schrieben dieses Konzept fort.  Mit der künstlerischen Intervention von Felice Varini im öffentlichen Raum stellt die Kunsthalle Osnabrück einen weiteren Prototyp für Gemeinschaftsprozesse zur Diskussion.

Felice Varini appliziert mit Klebefolie Vier Blaue Kreise auf die Gebäudefassaden des Marktplatzes. Sechs Monate lang sollen sie als Symbol des gemeinschaftlichen Zusammenwirkens ein sichtbares Zeichen des Respekts, der Toleranz und Akzeptanz schaffen. Für die temporäre gemeinschaftliche Aktion ist es der Kunsthalle gelungen, wichtige Vertreter der Friedenstadt (die Kirchen, den NRD und die Anwohner) in einer geometrischen Konstellation zu verbinden: als Beitrag zum Reformationsjahr 2017. Als Kooperationspartner konnten der Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück, die Gemeinde der evangelischen Marienkirche und die Gemeinde des Osnabrücker St. Petrus Doms gewonnen werden.

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Informationsdruck und mediale Reizüberflutung, Datafizierung und Euphorie im Strudel der Bilder – der digitale Wandel aller Lebensbereiche erzeugt sowohl Angst als auch Faszination. Das Internet ermöglicht Wissenssteigerung und Bildung für alle, genauso wie Echokammern der Gleichgesinnten.
Die Ausstellung des European Media Art Festivals in der Kunsthalle Osnabrück beschäftigt sich ab dem 26. April mit unterschiedlichen Facetten dieses Themas –bis zum 21. Mai 2017.

Brauchen wir eine Wahrheitspolizei gegen Fakes und Hates oder eher mehr Wahrheitskompetenz? Bieten digitale Konsensverfahren eine bessere Demokratie oder werden bald künstliche Intelligenzen die Regierungsaufgaben übernehmen? Das digitale Bild verändert unser Verhältnis zum Körper, zu Empathie und Gewalt.

Dies sind einige der Themenbereiche und Fragestellungen, die in der von Hermann Nöring und Franz Reimer kuratierten Ausstellung verhandelt werden. Die Künstlerinnen und Künstler liefern keine eindeutigen Antworten. Sie geben aber Hinweise darauf, ob eine Wirklichkeit hinter den Bildern erkennbar ist oder welche Möglichkeiten der Reflexion, der kritischen Fokussierung und der gesellschaftlichen Relevanz sich bieten – und welches Potential und welche Bereicherung die digitalen Medien und die Ästhetik des Digitalen eröffnen.

 

Das EMAF präsentiert in diesem Jahr folgende Künstlerinnen und Künstler:

 

Benjamin Adams (D) // Ruben Aubrecht (AT) // Marco Barotti (IT) // Adam Basanta (CA) // Lilli Carré (US) // Yvon Chabrowski (D) // Olivier Cheval (F) // Florent Deloison (F) // Stephanie Glauber (D) // Thomas Hirschhorn (CH) // Sara Hoffmann (D) // Christoph Holtmann (D) // Fabian Kühfuß (D) // Elli Kuruş (D) // Carolin Liebl (D) // Mahan Mehrvarz (IR/US) // Nika Oblak & Primoz Novak (SI) // Julian Öffler (D) // Stefan Panhans (D) // Mario Pfeifer (US/D) // Jon Rafman & Daniel Lopatin (CA) // Veronika Reichl (D) // Stefan Reiss (D) // Alexandra Ehrlich Speiser (D) // Stanza (UK) // Finn Wagner (D) // Stella Wagner (D) // Anne Weyler (D) // Pinar Yoldas (US)

 

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Die Kunsthalle Osnabrück bietet ein neues Vermittlungsprogramm an: „die Rakete“. Nun wurden drei „Raketen“ vorgestellt, die im Rahmen einer fast einjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Vermittlungsteam der Kunsthalle, dem technischen Mitarbeiter der Kunsthalle, dem Masterstudiengang Kunst und Kommunikation der Universität Osnabrück unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Brenne sowie seiner Mitarbeiterin Nikola Dicke und den beiden Künstlern David Rauer und Joshua Sassmannshausen entstanden sind. mehr ...

Adresse

Kunsthalle Osnabrück

Hasemauer 1

49074 Osnabrück