Tutorial zur HÖRBAR | screenshot | Film, Regie und Konzept: Manila Bartnik

 

Willkommen im Paradies der Klänge, Töne, Dissonanzen und Wohlgeräusche!

Zur aktuellen Ausstellung von William Engelen mit dem Titel "Heute hat die Orgel wieder schön gespielt" steht das Vermittlungsprogramm ganz im Zeichen der Klang- und Tonerzeugung und stellt dabei

die HÖRBAR vor - einen Raum für das eigene, akustische Experiment!

Die Türen der HÖRBAR sind erstmals zum Start der Ausstellung am 4. November von 11.30 Uhr bis 14 Uhr zum Experimentieren geöffnet, und im weiteren Verlauf der Schau in lockerer Folge immer mal wieder.

Vorhang auf für die HÖRBAR!

Auf einem langen Tisch werden unterschiedliche Alltagsgegenstände arrangiert und zugleich zahlreiche Bleistifte angeboten. Frei nach Alvin Luciers "Opera with Objects", einer Performance-Übung aus den 90er-Jahren und Lieblingsreferenz von William Engelen, gilt es, zwei Bleistifte in die Hände zu nehmen und mittels kleiner Schläge, einem selbstbestimmten Rhythmus folgend, die Dinge akustisch "abzutasten". Ein oder mehrere Interpreten tippen auf ein Objekt und erzeugen so Änderungen in der Klangfarbe und in der Lautstärke. Dieses Experiment untersucht die Resonanzeigenschaften von Alltagsgegenständen. Der Ton des Klopfens kann allerdings sehr unterschiedlich und manchmal sogar sehr erstaunlich sein. Eine der großen Überraschungen in der Vorbereitung der HÖRBAR war eine sehr kleine Streichholzschachtel, die sich als einer der lautesten Verstärker herausstellte und ohne weiteres die "Hauptstimme" in dieser Oper mit (gewöhnlichen) Objekten hätte übernehmen können...

Die Abteilung der Vermittlung der Kunsthalle möchte sowohl die Konzeptkunst als auch die Neue Musik, deren Sprachen und Vokabularien, ihre Gesten, ihre Materialien, ihre Aussagen und Anliegen begreiflich machen und sich dabei auf Grundlegendes konzentrieren: auf das Öffnen von Ohren, auf die Bewusstmachung von Geräuschen und Klängen, die den Alltag bestimmen und doch "Musik" sein können. Neben der HÖRBAR haben wir weitere Workshops und Programme zusammengestellt, die auf eine Erweiterung des Kunst- und Musikbegriffs in Richtung des Alltäglichen und Geräuschhaften zielen. Die unmittelbare "Musizierlust" soll dabei ebenso gefördert werden wie das experimentelle, gestische Erleben des Klanglichen.

Sollten Sie also die Eröffnung der Ausstellung "Heute hat die Orgel wieder schön gespielt" von William Engelen und die Einweihung der HÖRBAR verpassen müssen, kein Problem - sie finden alle Formate, Vermittlungsangebote und Veranstaltungen auf der Website der Kunsthalle Osnabrück unter der Rubrik Kunst erleben: kunsthalle.osnabrueck.de/kunst-erleben.html. Hier finden Sie auch ein Tutorial-Video, dessen Skript die Künstlerin Manila Bartnik entwickelte und realisierte, zeigt, wie die HÖRBAR funktioniert und will dazu motivieren, selbst aktiv zu werden. Gemeinschaftlich oder alleine - die HÖRBAR ist eine Einladung zur Ton- und Klangerzeugung in ganz unterschiedlichen, selbst komponierten Settings und Szenarien.

Für die Buchung individueller Programmgestaltungen, Schulworkshops oder Lehrerbriefings wenden Sie sich bitte direkt an Christel Schulte, Leitung der Vermittlung, unter schulte.ch@osnabrueck.de | 0541-323-4575.

Die Ausstellung "Heute hat die Orgel wieder schön gespielt" von William Engelen und das Vermittlungsprogramm wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt. Das Programm der Kunsthalle Osnabrück wird vom Freundeskreis der Kunsthalle gefördert.


Auf geht's! Der (Sonntags-) Ausstellungsrundgang

 

Was Sie schon immer über Kunst wissen wollten … unser Rundgang als begleitete Entdeckungsreise durch die aktuelle Ausstellung mit Manila Bartnik, Helene Büker, Dr. Heike Höcherl, Yasmin Behrens oder Merle Lembeck — als sonntäglicher Rundgang ohne Anmeldung oder per Buchung auf einen Wunschtermin. 

Der allsonntägliche Ausstellungsrundgang um 16 Uhr ist William Engelen und seiner Ausstellung „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ gewidmet. Ganz ohne Buchung, mit nur kleinem Aufpreis zum Eintritt, einfach vorbeischauen! 

Und sollten Sie sonntags um 16 Uhr keine Zeit für die Kunst erübrigen können, kein Problem! Das Vermittlungsteam der Kunsthalle nimmt sich Zeit für Ihren Wunschtermin, den Sie telefonisch vereinbaren können unter (0541) 323-4575. 

Termine: sonntags 16 Uhr  (Treffpunkt im Foyer der Kunsthalle) oder nach Vereinbarung.

Dauer: 1 — 1 ½ Stunden. 

Eintritt zzgl. 2 € pro Person, 

Mit Anmeldung:  

Eintritt zzgl. 60 € pro Gruppenbuchung 


Nahrung für Bauch und Hirn: Die Mittagspause!

 

Der eine eilt in den asiatischen Imbiss um die Ecke, manch einer joggt mittags und isst ganz bewusst nur Grünes und Rohes, auch das Power-Napping erfreut sich für die kostbaren 30 Minuten Pause zwischendurch großer Beliebtheit. Und ein anderer... folgt unserer Einladung zur Mittagspause mitten in die Kunst! Wir nähern uns ausdrücklich bedachtsam der aktuellen Ausstellung von William Engelen, die unter dem Titel „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ eine raumspezifische Arbeit im Kirchenschiff zeigt, deren Assoziationen reicher kaum ausfallen können - 30 Minuten inmitten eines fulminanten Klangerlebnisses der eigens für Osnabrück komponierten Partitur, gespielt auf der inzwischen seit 200 Jahren nicht mehr anwesenden Orgel der ehemaligen Dominikanerkirche. Wie sich eine physische Abwesenheit trotzdem mit akustischer Anwesenheit zusammenfügt, erleben Sie am besten vor Ort und in fachkundiger Begleitung.

Termin: mit Anmeldung, ganz nach Ihren Wünschen! 

Eintritt zzgl. 3€ pro Person


WER? WIE? WAS?

 

Der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm. Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zusehen. Manchmal muss man fragen, um sie zu verstehen. 

Titellied der Vorschulkindersendung Sesamstraße, deutsche Erstausstrahlung, Mai 1971. Text: Volker Ludwig

In lockerer Folge treffen Sie im Ausstellungsraum der Kunsthalle Osnabrück auf unseren engagierten Kunstvermittlernachwuchs. Schüler des Seminarfachs Kunst des Ratsgymnasiums und Studierende der Universität Osnabrück begegnen Ihnen im Hauptausstellungsraum, dem ehemaligen Kirchenschiff und in den angrenzenden Kreuzgängen mit Forum und Foyer. Erkennbar sind die Akteure an ihren Motto-Shirts mit der Aufschrift WER? WIE? WAS? und am freundlich vorgebrachten Gesprächsangebot. Jeder, der sich austauschen, mitteilen oder kundig machen möchte, trifft hier auf versierte Ansprechpartner und vielleicht auch auf ganz neue Perspektiven und Anregungen für eine eigene, aktive Annäherung an die aktuelle Ausstellung „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ des in Berlin lebenden und in den Niederlanden geborenen Künstlers William Engelen. Auf inspirierende Gespräche mitten in der Kunst und mitten unter zahlreichen anderen Kunst-Freunden!